Höchstwert seit Erfassung: 19 neue Corona-Fälle bei Olympia

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Kurz vor der Eröffnungsfeier der Sommerspiele in Tokio haben die Organisatoren 19 weitere Corona-Fälle im Zusammenhang mit Olympia veröffentlicht. Das ist der bisherige Höchstwert seit Beginn der Erfassung der Tests am 1. Juli. Damit stieg die Zahl der positiven Tests auf insgesamt 106. Wie das Organisationskomitee bekannt gab, sind unter den Betroffenen drei Athletinnen oder Athleten, die nicht aus Japan kommen. Namen oder Herkunftsländer werden nicht genannt.

Unterdessen ist - noch in Europa - ein Mitfavorit im Männer-Triathlon positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der 28-jährige Belgier Jelle Geens muss auf ein Antreten im Einzelbewerb am Montag verzichten, wie das belgische Olympische Komitee am Freitag bekannt gab. Geens ist der erste belgische Athlet, der von den Covid-Maßnahmen betroffen ist.

„Nach den Regeln ist eine Abreise nach Tokio nur möglich, wenn der Reisende 14 Tage vor der Abfahrt symptomfrei ist und zweimal negative Tests in den letzten 96 Stunden vor der Abreise bei einem von Japan anerkannten Labor absolviert hat“, betonte das belgische Nationale Olympische Komitee. Geens sei symptomfrei und bisher einmal negativ getestet worden. „Wenn möglich, wird er in den kommenden Tagen nach Tokio fliegen, sobald dies in Übereinstimmung mit den Regeln ist, um an der Mixed-Staffel am nächsten Samstag (31. Juli) teilzunehmen. Er bereitet sich intensiv auf diesen Start in Europa vor“, erläuterte das Komitee. Noah Servais sei als möglicher Ersatz nach Tokio entsandt worden.

Die umstrittenen Tokio-Spiele wurden am Freitag mit einer Zeremonie ab 13.00 Uhr MESZ im Olympiastadion eröffnet. Japans Regierungschef Yoshihide Suga sagte in einer kurzen Video-Botschaft, die Teilnehmer gäben vielen Menschen „Träume und Emotionen“ und machten ihnen Mut. „Zeigen Sie Ihre besten Leistungen“, sagte Suga. Tokio befindet sich noch bis weit nach Ende der Olympischen Spiele im vierten Corona-Notstand. Eine Mehrheit der Bevölkerung hatte sich in Umfragen immer wieder für eine erneute Verschiebung oder eine Absage der Spiele ausgesprochen.

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„Von Euphorie oder Feststimmung ist in der Hauptstadt nichts zu spüren“, schrieb die japanische Tageszeitung „Asahi Shimbun“. „Viele wünschen sich einfach, dass die Veranstaltung ohne ernsthafte Probleme endet.“ Es seien „ungewöhnliche und bizarre“ Olympische Spiele, die inmitten von „Spaltung und Misstrauen“ beginnen, so das Blatt.

Bei der Eröffnungsfeier in der wegen des Zuschauerverbots weitgehend leeren Arena zog das österreichische Team als 37. der 206 Nationen ein. Angeführt wurde die rund 30-köpfige ÖOC-Delegation von den Fahnenträgern Tanja Frank/Thomas Zajac. Als letztes sollten Japans Sportlerinnen und Sportler das Olympiastadion betreten. Es wurde erwartet, dass Japans Kaiser Naruhito als Schutzherr die Spiele auch offiziell für eröffnet erklärt.


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