Rapid und LASK starten in die neue Bundesliga-Saison

  • Artikel
  • Diskussion

Mit Rapid Wien und dem LASK starten am Samstag zwei weitere Topteams in die neue Saison der Fußball-Bundesliga. Vizemeister Rapid geht nach einem erfolgreichen Auftritt in der CL-Quali mit Selbstvertrauen in das Heimspiel gegen Hartberg. Der LASK muss zum Auftakt ohne den vor dem Absprung stehenden Top-Verteidiger Gernot Trauner nach Altach. Im dritten Samstagsspiel ist die Admira mit Neo-Trainer Andreas Herzog bei der WSG Tirol zu Gast. Die Spiele beginnen um 17.00 Uhr.

Der 2:1-Sieg nach Rückstand gegen Sparta Prag in der Champions-League-Qualifikation sollte den Spielern des Rekordmeisters Selbstvertrauen gegen die Hartberger geben, das nächste Heimspiel in einem gut besuchten Allianz Stadion ebenso. „Aber wir dürfen nicht glauben, dass Hartberg ein Selbstläufer ist“, warnte Trainer Dietmar Kühbauer. „Gegen Hartberg sind immer viele Tore gefallen, wir sind nicht immer als Sieger vom Platz gegangen“, erinnerte Kühbauer auf einer Pressekonferenz an einige hitzige Duelle in der Vergangenheit.

Auf der Gegenseite gibt Kurt Russ das Chefcoach-Debüt in der Bundesliga. „Wir wissen, dass wir aufpassen müssen, fahren aber trotzdem ohne Angst dorthin und möchten unbedingt etwas mitnehmen“, sagte Russ im Vorfeld. „Es wird schwer, weil Rapid wahrscheinlich auch noch 20.000 Fans im Rücken hat. Wir freuen uns aber sehr auf die Partie und wissen nach den Spielen in der Vergangenheit, dass auch in diesem Stadion alles möglich ist.“ Viele Augen werden besonders auf einen Hartberger Neuzugang gerichtet sein, den langjährigen Rapid-Verteidiger Mario Sonnleitner.

Mit einem Auswärtsspiel bei Altach nimmt der LASK die neue Saison in Angriff. Erstmals seit langem fehlt dabei Kapitän Trauner, der aufgrund seines bevorstehenden Wechsels zu Feyenoord Rotterdam die Reise ins „Ländle“ nicht antritt. Dafür kehrt mit Marko Raguz ein alter bekannter zurück. Neuzugang Christoph Monschein fällt hingegen noch länger verletzt aus. Im Großen und Ganzen gehen die Linzer aber mit unveränderter Mannschaft und leichten spielerischen Adaptionen in die Saison. Trainer Dominik Thalhammer gab einen Platz in den Top vier als Ziel aus.

Die Hausherren aus wiederum stehen vor der schwierigen Aufgabe, nach dem Cup-Aus einen völligen Fehlstart abzuwenden. „Wir müssen in diesem Spiel über unsere Grenzen gehen“, betonte im Vorfeld Trainer Damir Canadi, dessen Truppe sich im Sommer u.a. Ex-LASKler Dominik Reiter und Bundesliga-Routinier Atdhe Nuhiu angelte. „Die letzten Jahre wurde immer das Ziel Meisterrunde ausgegeben, am Ende ging es immer gegen den Abstieg. Unsere Zielsetzung für diese Saison ist es, dass wir uns stabilisieren und diese Abstiegssorgen möglichst früh ad acta legen können“, erklärte Canadi.

Eine sehr prominente Neuverpflichtung gab es im Sommer bei der Admira, die letztes Jahr ebenfalls tief im Abstiegskampf steckte. Nach Jahren der Stagnation will Andreas Herzog die Niederösterreicher von der Trainerbank aus wachküssen. Erste Station für Österreichs Rekord-Internationalen ist die WSG Tirol, die zuletzt mit Platz sechs überraschte. Die Admira, in der Vorsaison Elfter, vollzog in der Sommerpause einen massiven Umbruch. Fast zehn Spieler gingen, das Durchschnittsalter im Kader liegt nun bei 23 Jahren. Schon bei „Herzerls“ Trainerdebüt im heimischen Oberhaus soll die neue Spielanlage sichtbar sein.

WSG-Coach Thomas Silberberger hätte sich zum Auftakt einen anderen Gegner gewünscht. Spielerisch erwarte sein Team am Samstag eine „große Unbekannte. Die Admira hat eine komplett veränderte Spielanlage und frischen Wind durch den Trainer. Eine ungute, giftige, weil junge Mannschaft“, urteilte Silberberger, der diese Woche den Abgang von Nemanja Celic zu Darmstadt hinnehmen musste. „Er war unser Taktgeber, der Transfer hat mir das Herz herausgerissen“, erklärte Silberberger. Bror Blume soll sein Ersatz auf der Sechserposition sein.


Kommentieren


Schlagworte