Großbrand auf oberösterreichischem Bauernhof

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In Gramastetten (Bezirk Urfahr-Umgebung) ist Samstagfrüh ein Großbrand auf einem Bauernhof ausgebrochen. Die beiden Hausbesitzer konnten sich rechtzeitig ins Freie retten. Der Hof wurde nicht mehr bewirtschaftet und daher gab es keine Tiere mehr. Das Haus ist nach dem Brand unbewohnbar. „Das Gebäude war leider nicht mehr zu retten“, sagte Dieter Reithmayr, Einsatzleiter und Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Gramastetten, zur APA.

Die Hausbesitzerin wurde Samstagfrüh wegen lauten Krachens der Dachziegel munter und weckte daraufhin ihren Sohn. Zeitgleich bemerkte auch ein beim ehemaligen landwirtschaftlichen Gebäude vorbeikommender Autofahrer den Brand. „Bei der Alarmierung stand bereits ein Großteils des Anwesens in Vollbrand und die Flammen waren von Weitem zu sehen“, sagte Reithmayr über den Einsatz mit Alarmstufe 2. Sieben Feuerwehren (Eschelberg, Gramastetten, Herzogsdorf, Koglerau, Lassersdorf, Neusserling, Rottenegg) und die Feuerwehr Ottensheim mit dem Atemschutzfahrzeug rückten mit rund 150 Einsatzkräften aus.

Als große Herausforderung stellte sich die Löschwasserversorgung dar. Die Feuerwehrleute legten Zubringerleitungen zu drei verschiedenen Entnahmestellen, das Wasser aus zwei Löschteichen reichte nicht aus: „Bis zur der am weitesten entfernten waren es gut 800 Meter.“

Um 10.15 Uhr konnte die Feuerwehr „Brand aus“ geben, die Nachlöscharbeiten dauerten aber danach noch mehrere Stunden. Der Wirtschaftstrakt wurde vollständig vernichtet und auch das Wohnhaus wurde so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass es nicht mehr bewohnbar ist. „Als Erstmaßnahme galt für uns der Schutz des Wohnhauses. Doch leider wurde auch dieser Teil des Gebäudes so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass die Besitzer ausziehen müssen.“ Der gesamte Dachstuhl ist abgebrannt und die Räume wurden schwer beschädigt. Die Feuerwehr entfernte den übrig gebliebenen, einsturzgefährdeten Dachstuhl mit einem Kran.

Die Brandursache war Samstagnachmittag noch unklar, Brandermittler waren am Einsatzort. Die Energie AG war Samstagnachmittag noch mit der Herstellung der Stromversorgung für die Nachbarobjekte beschäftigt.


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