Marach/Oswald planen nach Olympia-Aus gleich für die Zukunft

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Für Oliver Marach/Philipp Oswald ist im Achtelfinale des olympischen Tennis-Doppelturniers in Tokio Endstation gewesen, die gemeinsame Zukunft beginnt aber jetzt so richtig. Noch am Montag musste das neuformierte Duo für ein Turnier auf der Tour nennen. Die Partie bei den Sommerspielen gegen die als Nummer drei gesetzten Kolumbianer Juan-Sebastian Cabal/Robert Farah war bis zum 5:4 auf hohem Niveau. Im zweiten Satz fanden die Österreicher kein Rezept mehr, unterlagen 4:6,1:6.

Die bestens zusammengespielten Cabal/Farah hatten im ersten Game gleich Breakbälle des ÖTV-Duos abzuwehren, holten sich mit ihrer ersten Breakchance auch den ersten Durchgang. „Wir haben im ersten Game beim Breakball drei erste Bomben gekriegt. Wir haben unglaublich angefangen. Es waren echt gute Ballwechsel dabei. Wir haben leider unsere Chancen nicht nützen können. Beim 5:4 haben sie einfach unglaublich retourniert“, sagte Marach zur APA - Austria Presse Agentur.

Die Breakchancen zu Beginn des zweiten Satzes habe man wieder nicht nutzen können. „Das ist schade, es wäre ein anders Match gewesen, wenn wir das erste Game gleich breaken“, haderte Marach. Man habe gemerkt, dass sie in wichtigen Momenten sehr selbstbewusst und ein Topteam seien, ergänzte Oswald. „Wir sind das ganze Match hinterhergelaufen, haben es nicht geschafft, ein Erfolgserlebnis zu haben. Wenn da mal was auf unsere Seite fällt, kann es in eine andere Richtung gehen. Und sie lieben es, wenn es heiß ist und Luftfeuchtigkeit hat. Sie waren heute besser in den wichtigen Momenten.“

Bezüglich ihrer gemeinsamen weiteren Doppelzukunft setzten sich die beiden noch am Abend zusammen. Drei, vier Wochen auf der Amerika-Tour sind angedacht. „Danach schauen wir, der Plan für Ende des Jahres ist auch noch nicht fix draußen“, erklärte Marach. Durch Olympia hätten sie ein paar Turniere auslassen müssen, viele Punkte gingen damit verloren. „Wir sind von 30 auf 45 gefallen und auf einmal bei den Tausendern nicht mehr drinnen. Wir müssen schauen, dass wir bei den Turnieren, wo wir reinkommen, gut spielen. Ich blicke positiv in die nächsten Wochen.“

Debütant Oswald hätte sein Antreten bei Olympia nicht missen wollen. „Ich bin froh, dass ich das in meiner Karriere im Resümee habe. Unglaublich, Olympische Spiele, das Dorf, der Einmarsch, die anderen Sportler kennenlernen“, sagte der 35-Jährige, der die Gelegenheit nutzte, „abends mal ein Glaserl mit dem ÖOC zu trinken“. An Marach gerichtet: „Oli hat mir einen Gefallen gemacht, dass er das Ganze mitgemacht hat.“ Sofort kam der Widerspruch vom Doppelpartner: „Ich spiele auch gern bei Olympia. Wir spielen gern fürs Land, das ist ein Privileg und was Spezielles. Das wollen wir nicht auslassen.“

Vielleicht gehe sich ja noch einmal Olympia aus, fügte der 41-jährige Marach hinzu. „Für Ossi fix. Für mich weiß ich nicht, da müssen wir noch schauen. Und dann hoffentlich mit Fans.“ Denn die hatte er vermisst und sich daher doppelt über die kleine österreichische Abordnung gefreut, die sie von der fast leeren Tribüne aus pushte.


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