Auch Segler Zajac/Matz verpassen Medal Race

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Österreichs Segler bleiben bei den Sommerspielen in Japan ohne Medaille. Nach Tanja Frank/Lorena Abicht (49er FX) haben auch Thomas Zajac/Barbara Matz (Nacra 17 Foiling) vor Enoshima das Medal Race der Top Ten verpasst. Sie kamen in den abschließenden Wettfahrten auf die Rängen 4, 12 und 11, das ergab den elften Gesamtrang. Benjamin Bildstein/David Hussl (49er) hatten es als Zehnte in die Medaillenentscheidung am Montag geschafft, Edelmetall ist aber außer Reichweite.

Für das Duo Zajac/Matz war der abschließende Wettkampftag eine Art Hochschaubahn und lieferte kein Happy End. Nach einem zunächst starken vierten Platz in der zehnten Wettfahrt hatte sich die beiden in eine sehr gute Position zumindest im Kampf um den Startplatz im Medal Race der besten zehn Boote gebracht.

Mit den Rängen 12 und 11 in den abschließenden beiden Wettfahrten fielen sie allerdings quasi in letzter Sekunde doch noch aus den Top Ten, drei Punkte fehlten am Ende auf Brasilien. Die Chance auf eine Medaille war aber bereits davor nicht mehr gegeben gewesen. Ein von den Österreichern eingereichter Protest gegen die Wertung der elften Rennens wurde abgewiesen.

„Wir haben einfach zu viele Fehler gemacht. Wir waren heute sicher nicht die Schnellsten - aber erneut hatten wir unsere Chancen. Wenn man unsere Gate-Resultate hernimmt, dann wären wir jetzt vielleicht unter den Top 5 und würden um die Medaillen mitsegeln“, zeigte sich Zajac selbstkritisch.

„Trotz der guten Starts konnten wir die starken Zwischenergebnisse nicht ins Ziel bringen“, das sei auch am stärkeren Wind gelegen. „Das hat sich durch die gesamte Olympia-Regatta gezogen. Wir haben mit wenig Wind gerechnet, aus der Erfahrung heraus, und haben uns dementsprechend für ein volleres Segel und einen harten Mast entschieden.“ Es sei natürlich schade, so die Spiele zu beenden. „Wir hatten das große Ziel: Hier um die Medaillen mitzufahren, aber das haben wir nicht heute, sondern jeden Tag ein wenig verspielt“, resümierte der Olympia-Dritte von Rio.

Für Olympia-Debütantin Matz war Tokio dennoch ein Erlebnis. „Die letzten Tage waren aufregend. Sie werden mir mein Leben lang in Erinnerung bleiben, aber leider nicht so, wie wir es uns erhofft haben.“


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