McLaughlin lief Weltrekord über 400 m Hürden

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Eigentlich wie erwartet hat die US-Amerikanerin Sydney McLaughlin bei den Olympischen Spielen in Tokio einen neuen Weltrekord über 400 m Hürden aufgestellt. Die 21-Jährige gewann in 51,46 Sek. und verbesserte die von ihr gehaltene Marke gleich um 44 Hundertstelsekunden. 200-m-Gold schnappte sich der Kanadier Andre De Grasse, die 800 m gingen an den Kenianer Emmanuel Korir. Im Zehnkampf führt zur Halbzeit der Kanadier Damian Warner mit 4.722 Punkten.

Im abendlichen Highlight triumphierte De Grasse über die halbe Stadionrunde, er siegte in nationalem Rekord von 19,62 Sekunden vor Kenneth Bednarek (19,68) aus den USA und dessen Landsmann Noah Lyles (19,74). Für den 26-jährigen De Grasse war es die zweite Medaille in Tokio nach Bronze über 100 m.

In der Frühsession gehörte die Bühne den Frauen: „Was für ein großartiges Rennen! Ich wollte einfach alles geben. Noch krieg‘ ich das nicht richtig in den Kopf. Das wird noch passieren und dann werde ich das feiern“, jubelte McLaughlin, die sich auf der Jagd nach der lange führenden Dalilah Muhammad einfach gesagt hatte: „Lauf dein Rennen!“. Ihre Landsfrau - Olympiasiegerin 2016 und Weltmeisterin 2019 - holte mit 51,58 Silber, die Niederländerin Femke Bol mit Europarekord von 52,03 Bronze.

Muhammad blieb ebenfalls unter dem alten Weltrekord. „Jede Frage dreht sich jetzt darum, ob ich glücklich oder unglücklich mit Silber bin. Ich bin glücklich, dass eins und zwei an die USA gingen, ich bin glückliche Zweite. Es war ein wunderbares Jahr. Meine persönliche Bestzeit zerschmettert zu haben, ist großartig.“

Es war der zweite Weltrekord über die Stadionrunde im Hürdenlauf innerhalb von 24 Stunden. Am Dienstag hatte der Norweger Karsten Warholm bei den Männern triumphiert. Der zweifache Weltmeister lief in unglaublichen 45,94 Sekunden zum Triumph. Warholm hatte erst am 1. Juli beim Diamond-League-Meeting in Oslo den Uralt-Weltrekord gebrochen und auf 46,70 gedrückt.

Götzis-Sieger Damian Warner gewann im Zehnkampf mit den 100 m in 10,12 Sek. und dem Weitsprung mit 8,24 m die ersten zwei Disziplinen, im Kugelstoßen kam er auf 14,80 m, im Hochsprung auf 2,02 m und auf den 400 m auf 47,48 Sek. Erster Verfolger ist der Australier Ashley Moloney (4.641) vor dem Kanadier Pierce Lepage (4.529). Der französische Weltrekordler Kevin Mayer rangiert auf Platz fünf (4.340).

Warner, der heuer im Ländle bei seinem sechsten Sieg die 9.000-Punkte-Marke um fünf Zähler verpasst hatte, hätte mit den 8,24 m im Weitsprung in der Olympia-Spezialdisziplin Bronze gewonnen. Miltiadis Tentoglou (GRE) mit 8,41 m vor Juan Miguel Echevarria (CUB) mit 8,41 und Maykel Masso (CUB) mit 8,21 lautete das Ergebnis am Montag. In Götzis war es für Warner mit dem kanadischen Rekord von 8,28 m noch eine Spur weiter gegangen. Zur Halbzeit hatte er in Götzis 4.743 auf dem Konto und damit einen Hauch mehr als in Tokio.

Für Kenia ging die Siegesserie über 800 m weiter, Emmanuel Korir triumphierte in 1:45,06 Minuten vor seinem Landsmann Ferguson Rotich (1:45,23). Die 3.000 m Hindernis wurden eine Beute von Peruth Chemutai aus Uganda, die in 9:01,45 Min. klar vor Courtney Frerichs aus den USA gewann (9:04,79). Der Pole Wojciech Nowicki schleuderte den Hammer auf goldbringende 82,52 m.


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