Dadic beendete Siebenkampf auf Rang 8 - Gold an Thiam

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Leichtathletin Ivona Dadic hat den Olympia-Siebenkampf in Tokio auf Rang acht beendet. Die Oberösterreicherin konnte sich im abschließenden 800-m-Lauf nicht mehr verbessern und schaffte 6.403 Punkte. Verena Mayr belegte mit 6.310 Punkten Platz elf. Der Titel ging wie 2016 in Rio de Janeiro an die Belgierin Nafissatou Thiam (6.791) vor den beiden Niederländerinnen Anouk Vetter (6.689) und Emma Oosterwegel (6.590).

Dadic kam in ihrem 800-Lauf in 2:15,10 Minuten auf Rang vier und verpasste damit um 17 Punkte einen Top-6-Platz. Mayr lief im ersten 800er in 2:07,92 als Dritte ins Ziel und machte damit noch zwei Ränge gut.

Die beiden Österreicherinnen waren nicht verletzungsfrei durch die Vorbereitung gekommen, berichteten von ähnlichen Beschwerden. In beiden Fällen gingen Oberschenkelprobleme mutmaßlich vom Rücken aus. Dadic war kurz vor der Japan-Reise extra noch nach München zu Sportart Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt gefahren und ließ sich am Rücken behandeln.

Dadic war auf Rang acht in den zweiten Tag gegangen, büßte aber gleich im ersten Donnerstag-Bewerb, dem Weitsprung, einen Platz ein, ehe sie sich mit dem Speer wieder auf Rang acht verbesserte. „Der Speerwurf war wirklich gut, er bringt mir halt nichts, denn der Weitsprung war halt leider nichts“, sagte Dadic, die am Donnerstag 6,11 m bzw. 48,40 m in die Wertung brachte.

Da der Weitsprung so viele Punkte gekostet habe, hätte sie den Speer um die 53 m weit werfen müssen, erklärte die EM-Bronzemedaillengewinnerin von 2016. „Der erste Sprung war nicht so schlecht, aber knapp ungültig. Beim zweiten musste ich einen Sicherheitssprung machen, damit ich einen drinnen habe. Und beim dritten hat der Anlauf dann einfach nicht gepasst, ich war viel zu weit weg.“

Die zwei Tage seien ein Kampf gewesen. „Mit der Hitze und mit der Konkurrenz.“ Schon nach dem ersten Tag, den sie als „Nicht mein Supertag, aber ein Okay-Tag“ kommentiert hatte, hatte sich abgezeichnet, dass die Medaillenränge wohl außer Reichweite sind.

Mayr war schon nach den ersten zwei Disziplinen am Mittwoch aus dem Rennen um Edelmetall gewesen. Die WM-Dritte von 2019 war am Donnerstag „recht zufrieden“ mit dem Weitsprung (6,12 m). Dass sie nicht an ihre Bestleistung herankommen werde, sei ihr klar gewesen. Im Speerwurf sei der erste „total in die Hose gegangen“, im zweiten habe sie „das Trumm mit Gewalt rausgehaut“, er spitzte bei 44,95 m ein.

Es gehe den ganzen Wettkampf nicht leicht von der Hand. „Man hofft immer auf ein Wunder. Ich bin einfach positiv hergefahren, habe alles probiert. Die Lockerheit war nicht da. Ich bin nicht auf dem Leistungsniveau, auf dem ich 2019 war. Das Training, das mir fehlt, das fehlt mir, das kann man nicht einfach aufholen.“


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