Müller/Graf im Madison ohne Medaillenchance abgeschlagen

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Die österreichischen Bahnradfahrer Andreas Müller und Andreas Graf haben am Samstag bei den Olympischen Sommerspielen in Japan im Madison unter 16 gestarteten Zweier-Teams offiziell Rang zwölf belegt. Die beiden ÖOC-Aktiven kamen bei keiner der 20 Sprintwertungen in die Top vier und damit in die Punkteränge, es gelang auch nicht wie erhofft ein mit 20 Zählern belohnter Rundengewinn. Der Titel ging an die dänischen Vorjahres-Weltmeister Lasse Norman Hansen/Michael Mörkov.

Der 41-jährige Müller in seinem letzten Karriere-Rennen und Graf an seinem 36. Geburtstag hielten sich in der ersten Hälfte der 200 Runden zu je 250 m meist im hinteren Teil der Spitzengruppe auf, aber ohne Chance auf einen Punktegewinn. Als das Tempo auf den zweiten 25 km noch weiter forciert wurde, kamen die beiden ins Hintertreffen und kassierten 60 Runden vor Schluss eine Strafrunde bzw. 20 Minuspunkte. Letztlich wurden sie vorzeitig als „nicht ins Ziel gekommen“ und Zwölfte gewertet.

Und das mit einigen anderen Teams wie den wegen Stürzen ausgeschiedenen Australier und Deutschen. Die Dänen setzten sich mit 43 Punkten durch. Im letzten, doppelt gewerteten Sprint verteidigten sie ihre Spitzenposition mit Erfolg. Mörkov war bei der Tour de France Anfahrer für den vierfachen Etappensieger Mark Cavendish, bei den Sommerspielen schlug er nun selbst zu. Hansen war 2012-Olympiasieger im Omnium. Das Madison war 2000 bis 2012 olympisch, nun gab es ein Comeback.

Silber im Izu Velodrome gut zwei Autostunden von Tokio entfernt ging mit 40 Zählern an die Briten Ethan Hayter/Matthew Walls, Bronze punktgleich an die Franzosen Benjamin Thomas/Donavan Grondin.


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