Gustenau vor Finale im Modernen Fünfkampf Achter

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Der Niederösterreicher Gustav Gustenau liefert einen starken Modernen Fünfkampf ab. Nach drei Disziplinen bei den Olympischen Spielen in Tokio liegt er mit 827 Punkten an der achten Position unter 36 Teilnehmern. Der 24-Jährige wurde am Samstag im Tokyo Stadium im Schwimmen über 200 m Kraul Vierter, im Degenfechten 14., das Springreiten gewann er mit einer fehlerfreien Leistung. Es folgt noch der finale Laserrun (12.30 Uhr MESZ), einer Kombination aus Laufen und Schießen.

Im Schwimmen stellte der US-Amerikaner Amro Elgeziry in 1:52,96 Minuten neuen olympischen Rekord auf, Gustenau benötigte 1:56,93. Mit der Waffe besiegte Gustenau in den 30-Sekunden-Gefechten den Ägypter Ahmed Elgendy, den Polen Sebastian Stasiak und musste nach einem Unentschieden gegen den Polen Lukasz Gutkowski von der Planche, weil dieser in der Platzierungsrunde am Donnerstag besser gereiht war.

Im Springreiten lieferte Gustenau auf dem ihm zugelosten Aerosmith einen tadellosen Ritt ab, kam auf die höchste Punktezahl von 300. Zwanzig Minuten hatte der vom London-Olympiasechsten Thomas Daniel betreute Heerensportler Zeit gehabt, sich mit dem zugelosten Pferd vertraut zu machen. Es führt der Brite Joseph Choong mit 859 Punkten vor dem Südkoreaner Jung Jinhwa mit 847 und dem Tschechen Jan Kuf mit 838.

Nicht im Einsatz war am Samstag das Pferd Saint Boy, auf dem die deutsche Fünfkämpferin Annika Schleu am Vortag für einen Eklat gesorgt hatte, als sie tränenüberströmt und verzweifelt mit der Gerte auf das verängstigte Tier schlug. Die deitsche Bundestrainerin Kim Raisner wurde nach ihren „Hau mal richtig drauf! Hau drauf!“-Rufen mittlerweile vom Weltverband für den weiteren Verlauf der Olympia-Konkurrenz ausgeschlossen. Videoaufnahmen zeigten, dass Raisner das Pferd mit der Faust geschlagen hatte.


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