Top-Ergebnis für Österreicher Kofler - 9. in Spielberg-Moto3

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Der Renn-Sonntag beim Motorrad-Grand-Prix der Steiermark 2021 hat erfreulich für Österreich begonnen. Der Oberösterreicher Maximilian Kofler (20) wurde im Moto3-Rennen starker Neunter und schaffte erstmals in seiner Karriere ein Top-Ten-Ergebnis. KTM-Supertalent Pedro Acosta (17) holte nach einem packenden Zwiekampf mit Sergio Garcia den bereits fünften Saisonsieg und baute seine WM-Führung auf 53 Zähler aus. Das Rennen der Moto2-Klasse ging an den Italiener Marco Bezzecchi.

Das Auftakt-Rennen der kleinsten Klasse wurde bei nur 17 Grad trotz auftrocknender Strecke als „Wet Race“ gestartet. Einige Fahrer pokerten trotz der tief hängenden Wolken mit Slicks, so auch Pole Mann Deniz Öncü, der am Vortag für die erste türkische Pole überhaupt gesorgt hatte. Öncüs Team steckte auf der Startaufstellung aber zu spät um, der Türke wurde deshalb in die letzte Reihe verbannt und am Ende nur 21.

Die Piloten mit Regenreifen waren trotz auftrocknender Strecke bis kurz vor Schluss im Vorteil. So auch Kofler, der von seiner finalen Startposition 22 sofort auf Rang 7 vorstieß und lange als 6. das beste Rennen seiner Karriere ablieferte. Erst am Ende wurde der KTM-Fahrer von einigen Piloten überholt. Sein bestes WM-Ergebnis war trotzdem fix. Und das beim Comeback-Rennen nach langer Verletzungspause.

„Ich bin voll happy, aber auch völlig K.o.“, sagte ein überglücklicher Kofler unmittelbar nach dem Rennen. „Dass ich nach der langen Pause so ein Ergebnis einfahren kann, hätte ich nicht gedacht“, staunte der 20-Jährige aus Attnang-Puchheim. Kofler hatte sich Ende Mai in Mugello schwer an den Rückenwirbeln verletzt und drei Rennen auslassen müssen. „Ich bin noch nie auf so einer Position herumgefahren. Da hoffst du nur noch, dass die Runden möglichst rasch weniger werden“, gestand Kofler.

Acosta duellierte sich bis zur letzten Kurve mit Garcia und ließ es wieder einmal in Spielberg auf ein ‚last-corner-battle‘ ankommen. Prompt stürzte Garcia und rutschte ins Kiesbett, richtete sein Bike aber wieder auf und sicherte sich noch Platz zwei. Der erst 17-jährige Zahnspangenträger Acosta ist regierender Rookies-Cup-Sieger und fährt seine erste WM-Saison. Der Spanier war beim letzten Rennen vor der Sommerpause im Training von Assen überfahren worden, hatte die Nacht im Krankenhaus verbracht und war dann im Rennen trotzdem Vierter geworden.

Auch das bereits als „dry race“ gestartete Rennen der Moto2-Klasse war lange ein Zweikampf um den Sieg. Wenige Runden vor Schluss rutschte der australische WM-Leader Remy Gardner allerdings ins Kiesbett, womit der Sieg wie im Vorjahr an den für das VR46-Team fahrenden Kalex-Piloten Bezzecchi ging. Gardner rettete noch Platz vier hinter Bezzecchi, Aron Canet und Augusto Fernandez.

Dessen Namensvetter Raul Fernandez war am Vortag von KTM vorzeitig als nächstjähriger MotoGP-Fahrer im Tech3-Team verkündet worden, um massive Abwerbungsversuche zu beenden. Auch Gardner fährt 2022 für dieses KTM-Team in der höchsten Klasse.


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