Salzburg weiter ohne Punktverlust, auch Rapid siegreich

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Meister Red Bull Salzburg bleibt in der noch jungen Saison der Fußball-Bundesliga makellos. Der Titelverteidiger besiegte am Sonntag in Wals-Siezenheim die Wiener Austria mit 1:0. Den entscheidenden Treffer steuerte Karim Adeyemi bei (72.), der damit nach drei Runden schon bei fünf Toren hält. Rapid besiegte den WAC klar mit 3:0 und machte damit den ersten Saisonsieg perfekt. Tirol und der LASK trennten sich 1:1.

In Salzburg kam die Austria zur ersten nennenswerten Chance der Partie: Georg Teigl schloss nach einem Konterangriff allerdings etwas zu überhastet ab (6.) und verfehlte das Tor letztlich klar. Ab der 13. Minute tauchte praktisch nur mehr Salzburg gefährlich vor dem Tor auf. Adeyemi hatte in der 26. Minute das 1:0 auf dem Fuß, mit einer starken Fußabwehr bewahrte Goalie Patrick Pentz die Austria aber vor dem Rückstand.

Kurz darauf streifte ein Schuss von Antoine Bernede nach Hereingabe von Seiwald nur knapp am Tor vorbei (29.). In Minute 36 war Aluminium einer Salzburger Führung im Weg: Nach herrlicher Flanke von Kristensen, dem besten Akteur des Matches, köpfelte Benjamin Sesko den Ball an die Querlatte.

Auch nach dem Seitenwechsel waren die Hausherren einem Treffer näher. In der 72. Minute münzten die „Bullen“ dann ihre spielerische Überlegenheit auch in die Führung um: Ein Maßzuspiel von Kristensen verwertete Adeyemi im Zentrum trocken. Eine zweite gute Chance von Adeyemi aus spitzem Winkel parierte Pentz (79.).

Den ersten Saisonsieg fuhr Rapid ein. Beim 3:0 gegen den WAC glänzte der Grieche Taxiarchis Fountas mit einem Triplepack (22., 52., 53.) vor 13.100 Zuschauern im Allianz Stadion. Die Wiener verbesserten sich mit nun vier Zählern in der Tabelle auf den sechsten Rang und schafften eine gelungene Generalprobe vor dem Drittrunden-Rückspiel auf Zypern in Larnaca am Donnerstag, wo es um den Aufstieg ins Play-off geht. Die ans Tabellenende gerutschten Kärntner hingegen kommen unter Neo-Trainer Robin Dutt weiter nicht in Fahrt.

Dabei waren es die Gäste, die wie aus der Pistole geschossen loslegten. Richard Strebinger musste sich in seinem 200. Pflichtspiel im Rapid-Dress bei einem Dedic-Schuss genauso auszeichnen (6.) wie bei einem Abschluss von Tai Baribo aus spitzem Winkel (9.). Drei Minuten später fehlte bei einem Kopfball des israelischen Stürmers nicht viel.

Die Wiener konnten sich in der ersten Viertelstunde nicht befreien, hätten aber beinahe den Spielverlauf auf den Kopf gestellt. Kelvin Arase traf nach einem Haken ins kurze Eck. Schiedsrichter Alexander Harkam nahm den Treffer nach Videostudium allerdings zurück.

Für die Wiener schien die Aktion aber wie ein Weckruf, als Belohnung gab es die Führung: Ullmann traf zwar die Stange und scheiterte im zweiten Versuch an Manuel Kuttin, der einen Volley von Fountas nicht mehr entscheidend abwehren konnte. Ercan Kara (27.) und Fountas (33.) verabsäumten es, nachzulegen. Doch auch der WAC blieb brandgefährlich, so rettete bei einem Baribo-Kopfball die Innenstange für die Wiener (35.). Kurz vor dem Pausenpfiff waren wieder die Wiener am Drücker. Leo Greiml rettete zuerst unabsichtlich für die Kärntner bei einem Knasmüllner-Kopfball (45.) und setzte dann einen Kopfball aus fünf Metern drüber (45.+2).

Den Start der zweiten Hälfte verschliefen die Wolfsberger und wurden dafür doppelt bestraft. Zuerst zog Fountas aus 20 Metern ab, der Ball wurde von Luka Lochoshvili unhaltbar ins eigene Tor abgefälscht. Eine Minute später vollendete der Grieche aus kurzer Distanz, nachdem Kuttin eine Arase-Hereingabe direkt vor seine Füße abgewehrt hatte. Danach brachte Kühbauer mit Kevin Wimmer einen zusätzlichen Innenverteidiger und machte hinten dicht.

Die WSG Tirol bleibt für den LASK ein unliebsamer Gegner. Für die Tiroler, die durch Giacomo Vrioni in der 28. Minute in Führung gegangen waren, war es das dritte Remis. Mamoudou Karamoko traf in der 60. Minute zum Ausgleich, nachdem der LASK über weite Strecken der ersten Hälfte nicht wirklich in der Partie gewesen war.

Für die auffallenden Momente in der Anfangsphase sorgten am Tivoli die Hausherren. In der 4. Minute lief Thomas Sabitzer alleine aufs Linzer Tor, ein Abseitspfiff ließ den vom LASK ausgeliehenen Angreifer jedoch abstoppen. Eine ähnliche Situation ergab sich fünf Minuten später, als Linksverteidiger Leon Klassen zunächst am weit herausgeeilten Alexander Schlager scheiterte und dann den Abpraller nicht ins leere Tor, sondern an die Stange setzte.

Auf der Gegenseite rettete Thanos Petsos auf der Torlinie, nachdem die Linzer über ihr Pressing einmal blitzschnell in den Tiroler Strafraum vorgestoßen waren. Sabitzer traf in der 26. Minute im Sechzehner nach Vrioni-Zuspiel das Bein eines LASK-Akteurs, Tobias Anselm fand eine Minute später in Schlager seinen Meister. Doch schon beim nächsten Angriff leistete Anselm mit einem Lauf über die linke Seite und dem Stanglpass in die Mitte die mustergültige Vorarbeit - Vrioni schloss völlig unbedrängt zum 1:0 ab.

In der Halbzeitpause stellte Thalhammer seine Dreier-Abwehr um und beorderte Philipp Wiesinger in die Mitte. Dario Maresic, der vor dem Gegentor das entscheidende Duell mit Anselm verloren hatte, musste für Yannis Letard Platz machen. Auf einmal präsentierte sich der LASK viel aggressiver und kam zu Chancen. Hong (49.) hatte bei einem Kopfball aus nächster Nähe noch Pech, doch Karamoko wuchtete den Ball während Dauerbetrieb im WSG-Strafraum zum 1:1 in die Maschen.

Zum Schluss war es ein offenes Match, beide Mannschaften suchten den Siegtreffer. Klassen prüfte erneut Schlager (74.), auch der LASK versuchte alles - zum Schluss mit den eingewechselten Goiginger und Husein Balic. Die letzte Chance hatte Karamoko, der über das Tor schoss (87.). Damit blieb es beim Remis.


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