ImPulsTanz-Festival rechnet mit 88 Prozent Gesamtauslastung

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Offiziell endet das ImPulsTanz-Festival, das im zweiten Corona-Jahr wieder halbwegs regulär über die Bühne gehen konnte, zwar erst am Sonntag, doch Intendant Karl Regensburger und sein Team zogen bereits am heutigen Mittwoch ein Resümee. So konnte man bis zum vergangenen Sonntag bei 155 Vorstellungen 23.742 Besucherinnen und Besucher begrüßen, was einer Auslastung von 85,37 Prozent entspricht. Bis zum Ende des Festivals rechnet man mit einer Gesamtauslastung von 88 Prozent.

Zu Gast waren diesmal 51 Compagnien, die 20 Uraufführungen und 34 Österreichische Erstaufführungen auf die unterschiedlichen Bühnen zwischen WUK und Akademietheater brachten. Insgesamt standen 61 Produktionen auf dem Programm, hinzu kam ein buntes Rahmenprogramm sowie 185 Workshops. Diese wurden von 2.325 Teilnehmern besucht, die insgesamt 31.200 Kurseinheiten absolvierten. Mit der Schiene „Public Moves“ konnte man an acht Orten in vier Bezirken mehr als 10.000 Teilnehmer erreichen. So freut sich das Festival mit all seinen Aktivitäten über eine Gesamtbesucherzahl von voraussichtlich 107.700, von denen rund 65.700 auch Eintritt bezahlten. Zum Vergleich: In der Ausgabe von 2019 - also vor der Pandemie - verzeichnete man insgesamt 136.500 Besucher, bei der abgespeckten Variante 2020 waren es 34.400.

„Nach einem etwas zögerlichen Beginn, der abgefedert wurde durch einen sechswöchigen Vorverkauf, stieg das Interesse stark an und wir wurden überrannt vom Publikumsinteresse“, freute sich Regensburger in einem Statement gegenüber der APA. „Wir denken, dass dies vor allem auch an der Teststrategie des Festivals liegt. Die 3G-Regel für Workshops und Theater wird streng kontrolliert und auch die 2G-Regel in der Festival Lounge sorgt für Sicherheit.“

Im Rahmen der „[8:tensions] Young Choreographers‘ Series“ waren heuer neun Produktionen zu sehen, am Samstag steht im MuTh die Verleihung des „Young Choreographers‘ Awards“ auf dem Programm. Vergeben wird der mit 5.000 Euro und einer Artistic Residency bei ImPulsTanz 2022 dotierte Preis von einer Fachjury.

Es war nicht nur das erste Festival, das von der „3G-Regel“ bestimmt war, sondern auch die erste Ausgabe ohne Mitbegründer Ismael Ivo, der im Frühjahr nach einer Coronavirus-Infektion verstorben war. „Ismael Ivo hätte die optimistische und die Widerstandskraft gegen alle Hindernisse gefallen“, wird Michael Stolhofer, der für die „Young Choreographers‘ Series“ und die Special Projects verantwortlich war, in den Unterlagen zitiert. In Ivos Gedenken fand Anfang August im Volkstheater eine „In Memoriam“-Performance statt, in der zahlreiche Freunde und Wegbegleiterinnen eine Hommage aus Performance-, Musik- und Videobeiträgen sowie persönlichen Erinnerungen gestalteten. Im Foyer des Odeon ist auch Dieter Blums Ausstellung „Erinnerungen an Ismael Ivo“ noch bis Samstag zu sehen.

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