850 neue Coronafälle und mehr als 200 Patienten im Spital

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Die Zahl der Coronavirus-Neuinfektionen in Österreich steigt weiter. Innen- und Gesundheitsministerium meldeten am Donnerstag 850 Neuinfektionen in den vergangenen 24 Stunden. Das ist erneut über dem Schnitt der vergangenen sieben Tage (647). Die Sieben-Tages-Inzidenz stieg auf 50,7 Fälle pro 100.000 Einwohner. Nunmehr müssen auch wieder mehr als 200 Covid-19-Erkrankte in Spitälern behandelt werden. 51 Schwerkranke benötigen intensivmedizinische Versorgung.

Österreich steht am Beginn der vierten Coronavirus-Welle. Die nächste Welle wird eine Welle unter den Ungeimpften sein, sagte der Epidemiologe Gerald Gartlehner am Donnerstag im Ö1-“Morgenjournal“. Er hält ebenso wie der Komplexitätsforscher Peter Klimek eine Überlastung der Intensivstationen für sehr unwahrscheinlich. Die meisten Intensivpatienten hatte es in Österreich am 25. November 2020 gegeben. Damals mussten 709 schwerkranke Covid-19-Patienten versorgt werden. Großflächige Schließungen werden im kommenden Herbst nicht erforderlich sein, sagten die Experten.

Die steigenden Fallzahlen werden auch zu einer Neubewertung der Ampel-Schaltung am Donnerstag führen. Das geht aus dem Arbeitsdokument der Ampel-Kommission hervor. Demnach ist zwar die Risikolage für ganz Österreich weiter mit geringem Risiko einzustufen. Allerdings werden die Bundesländer Salzburg, Tirol und Vorarlberg „gelb“, also mit mittlerem Risiko bewertet. Das Burgenland verliert seine Grün-Schaltung mit sehr geringem Risiko. Die Bundesländer Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark und Wien erhalten bzw. bleiben „gelb-grün“, werden mit geringem Risiko bewertet.

Vor einer Woche mussten österreichweit noch 36 Menschen auf Intensivstationen behandelt werden. Seit Mittwoch kamen drei weitere hinzu, nunmehr sind es 51 Schwerkranke. Insgesamt waren am Donnerstag 203 Menschen hospitalisiert. Vorigen Donnerstag waren noch deutlich weniger - 71 Patienten - in Spitalsbehandlung gewesen. 132 Covid-19-Erkrankte mussten vor einer Woche im Krankenhaus behandelt werden.

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Auch vor einem Jahr sind die Infektionszahlen im Sommer angestiegen und eine neue Welle war die Folge. Allerdings waren die Fallzahlen damals noch geringer - am 12. August 2020 gab es 194 Neuinfektionen. Zeitgleich mussten 118 Covid-19-Patienten in Spitälern behandelt werden, davon lagen 25 Schwerkranke auf Intensivstationen.

Das Bundesland mit der höchsten Sieben-Tages-Inzidenz war am Donnerstag Salzburg mit 70,4, gefolgt von Tirol mit 68,8 und Vorarlberg mit einer Inzidenz von 63. Am Donnerstag gab es österreichweit 7.249 bestätigte aktiv Infizierte, um 438 mehr als am Mittwoch. Die meisten Neuinfektionen seit Mittwoch wurden mit 249 in Wien gemeldet. In Oberösterreich kamen 162 weitere Fälle hinzu, in Tirol 102, in Niederösterreich 99. Die Steiermark meldete 89 weitere Infizierte, Salzburg 63, Vorarlberg 39, Kärnten 33 und das Burgenland 14.

In den vergangenen 24 Stunden kam ein Todesopfer hinzu. Seit vergangenen Donnerstag starben acht Menschen an den Folgen einer Infektion. Insgesamt hat die Covid-19-Pandemie seit Ausbruch 10.753 Tote in Österreich gefordert. Pro 100.000 Einwohner sind nunmehr 120,4 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben.

Am Mittwoch wurden österreichweit wieder etwas mehr Impfungen als zuletzt durchgeführt, insgesamt verläuft die Impfkampagne derzeit aber weiterhin schleppend. 37.013 Stiche kamen gestern hinzu. Insgesamt haben laut den Daten des E-Impfpasses 5.371.954 Menschen bereits zumindest eine Teilimpfung erhalten: Das sind 60,1 Prozent der Bevölkerung. 4.926.407 und somit 55,2 Prozent der Österreicher sind bereits voll immunisiert.

Am höchsten ist die Erst-Durchimpfungsrate im Burgenland mit 67,4 Prozent. In Niederösterreich sind 63 Prozent der Bevölkerung zumindest einmal geimpft, in der Steiermark 60,6 Prozent. Nach Tirol (59,4), Wien (58,3), Vorarlberg (58,3), Kärnten (56,6) und Salzburg (56,5) bildet Oberösterreich das Schlusslicht mit einer Durchimpfungsrate von 55,8 Prozent.


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