Nach Schikanen-Ankündigung: Spielberg-Rekordrunde von Zarco

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Am Tag nach der Ankündigung eines neuen MotoGP-Layouts mit Schikane ab 2022 ist Johann Zarco in Spielberg gleich eine neue Rekordrunde gefahren. Der französische Ducati-Pilot umrundete den 4,3 km langen Red Bull Ring am Freitagvormittag im ersten Training für den Grand Prix von Österreich in einer Zeit von 1:22,827 Minuten und einem Schnitt von 187,6 km/h. Damit war Zarco schneller als Jorge Martin eine Woche zuvor.

Der Spanier Martin hatte vergangenen Samstag im Qualifying nicht nur die Pole geholt und danach den GP der Steiermark gewonnen, sondern auch den zwei Jahre alten Rekord von Marc Marquez aus 2019 pulverisiert. Der Rennstreckenbetreiber hat nach drei roten Flaggen in den vergangenen drei MotoGP-Rennen nun aber ein neues Strecken-Layout für nächstes Jahr angekündigt, das eine Schikane im Bereich der Kurve 2 beinhalten wird. Für die Formel 1 bleibt das bisherige Layout aber bestehen.

Die Motorrad-Piloten hingegen werden künftig bei T2 stark eingebremst. Nur noch diese Woche haben die Fahrer der Zweirad-WM damit die Gelegenheit, bestehende Rekordzeiten zu verbessern. Der Ring ist hinsichtlich Rundenschnitt die schnellste MotoGP-Strecke der Welt. Zarco kam am Freitag auf dem hügeligen Stop-and-Go-Kurs in der Steiermark auf eine Höchstgeschwindigkeit von 316,7 km/h.

Zweitschnellster hinter Zarco im FP1 war Weltmeister Joan Mir (ESP), der mit seiner Suzuki in 1:23,625 Min. die 83-Sekunden-Marke aber nicht unterbieten konnte. KTM startete wie schon eine Woche zuvor auch im zweiten Österreich-Rennen in Folge zäh. Schnellster Werksfahrer war unmittelbar hinter Valentino Rossi sowie knapp vor seinem südafrikanischen Teamkollegen Brad Binder der Portugiese Miguel Oliveira nur auf Platz 15.

Im ersten Training der Moto3 kam der Österreicher Maximilian Kofler nicht über Platz 25 unter 27 Fahrern hinaus. Kofler war vergangenen Sonntag mit Platz 9 sein bisher bestes WM-Ergebnis gelungen. Schnellste Moto2-Pilot im ersten Training bei noch sonnigem und heißem Wetter war der Japaner Ai Ogura (Kalex). Für später am Freitag sowie am gesamten Renn-Wochenende sind immer wieder schauerartige Regenfälle nicht auszuschließen.

Für das Wochenende des elften WM-Saisonlaufes wird ein Zuschauer-Ansturm erwartet. Auch deshalb, weil im Vorjahr wegen Corona keine Zuschauer an der Rennstrecke erlaubt waren und der 42-jährige Szene-Star Rossi vor einer Woche seine Karriere-Ende angekündigt hat. Rossi ist damit am kommenden Wochenende zum letzten Mal in Österreich live als Motorrad-Rennfahrer auf der Strecke, wo er 1996 sein erstes WM-Podium geholt hat, zu sehen.


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