Brände teilweise unter Kontrolle, 27 Tote bei Flut in Türkei

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Kurz nach der Entspannung in vielen Waldbrandgebieten sind im Norden der Türkei zahlreiche Menschen durch eine Flut getötet worden. In der Schwarzmeerregion seien bisher 27 Menschen in Zusammenhang mit Überschwemmungen ums Leben gekommen, teilte die Katastrophenschutzbehörde Afad am Freitag mit. In Italien löste ein Feuer im Osten der Hauptstadt Rom Evakuierungen aus. In Algerien brannten weiter Wälder. Die Situation in Griechenland hat sich zumindest vorerst entspannt.

Besonders betroffen von den Überschwemmungen in der Türkei sind die drei Provinzen Bartin, Kastamonu und Sinop. Heftige Regenfälle setzten viele Orte unter Wasser. Auf Fernsehbildern aus der Region waren mehrere eingestürzte Gebäude und zerstörte Straßenzüge zu sehen. Matschbraune Fluten rissen unter anderem Autos mit sich, mehrere Brücken stürzten ein. Medienberichten zufolge stand das Wasser mancherorts fünf Meter hoch. Unter anderem rund 5.000 Einsatzkräfte und 19 Helikopter seien an den Rettungsarbeiten beteiligt, unterstützt von Nichtregierungsorganisationen und dem Militär. Für Freitag waren weitere Regenfälle in der Schwarzmeerregion angekündigt.

In Algerien wurden inzwischen fast alle Brände in der besonders stark betroffenen Region Tizi Ouzou vollständig gelöscht, wie die Zivilschutzbehörde des nordafrikanischen Landes am Freitag mitteilte. Die Mitarbeiter überwachten die Lage in der Region aber weiterhin. In anderen Regionen werden demnach noch immer Dutzende Feuer gelöscht. Nach Angaben der Behörde sind bisher insgesamt mindestens 124 Waldbrände in dem nordafrikanischen Land ausgebrochen. Dabei starben bisher mindestens 49 Zivilisten und mehr als 20 Soldaten, wie die staatliche Nachrichtenagentur APS meldete.

Bei Waldbränden nahe der italienischen Hauptstadt Rom hat die Feuerwehr rund 25 Familien aus drei Wohnblöcken in Sicherheit gebracht. Das Feuer betraf das Naturreservat Monte Catillo im Norden der Stadt Tivoli, wie die Feuerwehr am Freitagmorgen mitteilte. Die Flammen seien in der Nacht bis in die Nähe von Wohngebieten vorgedrungen. Am Freitagvormittag waren die Feuerwehrleute mit sieben Einheiten und einem Löschflugzeug im Einsatz. Italien ist seit mehr als zwei Wochen von heftigen Waldbränden betroffen. Die Flammen lodern vor allem im Süden und auf den großen Inseln Sizilien und Sardinien. Bisher starben vier Menschen im Zusammenhang mit den Waldbränden.

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Erstmals seit Tagen sind die Brände in Griechenland derweil in allen Regionen des Landes unter Kontrolle oder sogar weitgehend gelöscht. Dies teilte der griechische Zivilschutz am Freitagmorgen mit. Lediglich in der gebirgigen Region Gortynia auf der Halbinsel Peloponnes gebe es immer wieder kleinere Brände, die aber rasch von den Einsatzkräften gelöscht würden. Die Feuerwehr warnte jedoch, die Gefahr sei noch nicht vorbei: In vielen Fällen schwele es noch im Unterholz, und neue Brände könnten ausbrechen. Schätzungen zufolge wurden bei den schweren Bränden im August mehr als 100.000 Hektar Wald- und Buschland sowie landwirtschaftlich genutzte Flächen zerstört.

Die verheerenden Waldbrände in Russland werden zunehmend zu einer Gesundheitsgefahr für die Menschen. In der besonders betroffenen Region Jakutien (Republik Sacha) im Nordosten des Landes sei die maximal zulässige Konzentration schädlicher Stoffe in der Luft teilweise um das Zwanzigfache überschritten worden, berichtete der Radiosender Echo Moskwy am Freitag auf Grundlage von Behörden-Messungen. Demnach gab es bei acht von 16 untersuchten Schadstoffen wie Kohlenmonoxid und Schwefeldioxid Überschreitungen.

Seit Tagen versinken Dörfer und Städte der Region im Rauch. Am Flughafen der Großstadt Jakutsk kommt es dem Betreiber zufolge wegen schlechter Sicht zu Ausfällen und Verspätungen. Die Behörden hatten für Freitag einen arbeitsfreien Tag angekündigt, damit sich die Menschen möglichst nicht im Freien aufhalten. Der Rauch zog bereits Tausende Kilometer westlich ins Landesinnere bis über den Ural und zur Mongolei. Jakutsk liegt etwa 4.800 Kilometer von der Hauptstadt entfernt.


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