Glasners Frankfurt-Fehlstart perfekt - 2:5 in Dortmund

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Trainer Oliver Glasner hat mit Frankfurt einen Fehlstart hingelegt. Eine Woche nach dem Aus im Cup schlitterte die Eintracht mit Martin Hinteregger und Stefan Ilsanker zum Bundesligaauftakt bei Borussia Dortmund um Doppeltorschütze und Dreifach-Vorbereiter Erling Haaland am Samstag in ein 2:5 (1:3). An der Tabellenspitze steht aber Stuttgart, das auch ohne den an Corona erkrankten ÖFB-Teamstürmer Sasa Kalajdzic Aufsteiger Greuther Fürth mit 5:1 (2:0) abschoss.

Volle Erfolge holten auch der VfL Wolfsburg von Xaver Schlager beim 1:0 (1:0) gegen Bochum sowie Hoffenheim, das mit Christoph Baumgartner in Augsburg ein 4:0 (1:0) einfuhr. Titelmitfavorit Leipzig gastiert erst am Sonntag bei Mainz 05. Meister Bayern hatte bereits am Freitag 1:1 bei Borussia Mönchengladbach gespielt.

In Dortmund bereiteten die überragenden Offensivleute Haaland und Marco Reus dem neuen Trainer Marco Rose einen spektakulären Einstand. Dank der Treffer von Reus (23./100. Bundesligator), Thorgan Hazard (32.), Haaland (34./70.) und Giovanni Reyna (58.) vor 25.000 Zuschauern gelang dem BVB der siebente Auftaktsieg in Serie. Damit wurde der Ligarekord der Bayern aus den Jahren 2012 bis 2018 eingestellt. Für Frankfurt ist eine Woche nach dem 0:2 bei Drittligist Waldhof Mannheim der Fehlstart hingegen perfekt. Daran konnten auch der zwischenzeitliche 1:1-Ausgleich durch das Eigentor von Felix Passlack (27.) sowie der späte Treffer von Neuzugang Jens Petter Hauge (86.) nichts ändern.

Obwohl die Borussia auf zahlreiche namhafte Profis wie Mats Hummels, Emre Can, Thomas Meunier und Julian Brandt verzichten mussten, übernahm sie von Beginn an die Regie. Vor allem das von Ex-Salzburg-Coach Rose verordnete intensive Pressing bereitete der Eintracht gewaltige Probleme. Auch das Eigentor konnte ihren Elan nicht stoppen. Noch vor der Pause schlugen sie zweimal eiskalt zurück - und beide Male war Haaland beteiligt. Beim 2:1 durch Hazard leistete der Norweger die Vorarbeit, beim 3:1 traf er nach Balleroberung gegen Ilsanker aus zwölf Metern selbst.

Nach der Pause schaltete der BVB zunächst einen Gang zurück, spätestens mit dem 4:1 durch Reyna aus Kurzdistanz nach abermaliger Vorarbeit von Haaland war die Partie aber entschieden. Die große Show der beiden Ausnahmekönner in Dortmunder Angriff wurde durch das 5:1 abgerundet, als Reus Haaland mustergültig bediente und der Norweger mit seinem 62. Treffer im 61. Pflichtspiel für den BVB das Stadion in ein Tollhaus verwandelte.

Stuttgart ging gegen Aufsteiger Fürth nach einer halben Stunde durch Wataru Endo in Führung, der in der neunten Minute für den angeschlagenen Atakan Karazor eingewechselte Philipp Klement (36.) legte nach. Marc-Oliver Kempf (55., 76.) und Hamadi Al Ghaddioui (61.) machten das Kräfteverhältnis noch deutlicher. Dem eingewechselten Jamie Leweling (93.) gelang nur der Ehrentreffer für die SpVgg.

Wolfsburg-Coach Mark van Bommel gab einen gelungenen Liga-Einstand, auch wenn der Erfolg gegen Aufsteiger Bochum knapp ausfiel. Wout Weghorst vergab zunächst die Riesenchance zur Führung, der niederländische Torjäger scheiterte mit einem von Robert Tesche verursachten Handelfmeter am Bochumer Torwart Manuel Riemann (5.). Tesche sah die Rote Karte. Gegen zehn Gästespieler waren die Wolfsburger (mit Schlager bis 81.) im Anschluss überlegen, Weghorst (22.) machte seinen Fauxpas mit dem Siegtor wieder gut.

Hoffenheim setzte sich mit Baumgartner (bis 74.), aber ohne den angeschlagenen Florian Grillitsch in Augsburg sicher durch. Jacob Bruun Larsen (37.) traf als Erster, im Finish machten Sargis Adamyan (79.), Georginio Rutter (87.) und Sebastian Rudy (95.) den hohen Sieg perfekt. Die ersten drei Hoffenheimer Tore bereitete Andrej Kramaric vor.

Eine Punkteteilung gab es für die „Österreicher-Filiale“ Arminia Bielefeld beim 0:0 gegen Freiburg. Neuzugang Alessando Schöpf spielte dabei ebenso durch wie Kapitän Manuel Prietl, Christian Gebauer und der kürzlich von der Wiener Austria gekommene Patrick Wimmer verfolgten die Partie von der Bank aus.

Auch Bayer Leverkusen musste sich beim Debüt von Trainer Gerardo Seoane beim 1:1 (1:1) bei Union Berlin mit einem Remis zufriedengeben. Taiwo Awoniyi (7.) für die „Eisernen“ von Kapitän Christopher Trimmel (bis 81.) und Moussa Diaby (12.) für die Werkself erzielten die frühen Tore im Duell der beiden Europacup-Starter. Julian Baumgartlinger kam bei Leverkusen erst ab der 89. Minute zum Einsatz. Die Berliner blieben damit auch im 17. Liga-Heimspiel in Serie ungeschlagen.


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