100 Künstlerinnen der Salzburger Festspiele in Installation

  • Artikel
  • Diskussion

Hundert Porträts von bedeutenden Künstlerinnen aus 100 Jahren Salzburger Festspiele sind von 22. August bis 12. September in der Kollegienkirche in der Stadt Salzburg zu sehen. Die begehbare, audiovisuelle Installation „100 Female Voices“ mit Serigrafien und Harfe präsentiert die gebürtige Salzburger Harfenistin und bildende Künstlerin Martina Stock. Zu sehen sind etwa Porträts von Anna Netrebko, Anne-Sophie Mutter, Senta Berger, Birgit Minichmayr und Elfriede Jelinek.

Die Eigenkomposition für Harfe unterstreicht die Motive der 100 Kunstwerke, welche die Künstlerinnen der Salzburger Festspiele zeigen. Getragen durch die Musik, werden Besucherinnen und Besucher die Ausstellung durchschreiten und Teil einer besonderen Klang- und Bildwelt werden.

Die künstlerische Umsetzung der 100 Porträts erfolgt mittels Serigrafie auf Leinwand. Die auf Edelstahlrahmen befestigten Kunstwerke sind im Kirchenraum frei stehend angeordnet. Auf diese Weise wird das einzelne Werk mit seinem Porträt zum künstlerischen „Standbild“. Es soll die Wirkung direkt auf die Betrachter übertragen, die dem jeweiligen Kunstwerk in Augenhöhe gegenüberstehen. Martina Stock hat dazu ein Musikstück komponiert, das während der Ausstellung in Form einer Toninstallation zu hören ist.

„Mein künstlerisches Schaffen umfasst die Ausdrucksformen der bildenden Kunst - die Serigrafie - und der Musik - die klassische Konzertharfe -, deren Klang ich durch Loops und elektronische Musikelemente komplettiere“, schildert die in Berlin und Bischofshofen (Pongau) lebende und arbeitende Künstlerin, die seit ihrem siebenten Lebensjahr Harfe spielt. „Was mich dabei besonders fasziniert, ist die künstlerische Welt in verschiedensten Dimensionen zu erleben und die Betrachterinnen und Betrachter oder Zuhörer und Zuhörerinnen in diese Welt mitzunehmen.“

Auch der Schaffensprozess des Siebdrucks begeistert die Künstlerin. Von der manuellen Positionierung des Siebes auf der Leinwand, über das Malen mit der Rakel am Sieb, dem Auftragen der Farben bis hin zur Entstehung der Rasterpunkte und Druckspuren, die die prägenden Bestandteile ihrer Arbeiten sind. „Mit der Harfe führe ich quasi Regie über meine Bildwelten, gleich einer musikalischen Geschichtenerzählerin, als Lotzin meiner Kunst.“

Martina Stocks musikalisches Repertoire lässt sich keinem Genre eindeutig zuordnen. Es umfasst im Kern Elemente der Neo-Klassik, der Ambient- und der elektronischen Musik. Selbst in ihren Solo-Konzerten, in denen sie mittels Eigenkompositionen Geschichten erzählt, integriert sie neben Loops, elektronischen Musikelementen auch Farbenspiele. Ein Teil ihrer Konzerte findet immer in abgedunkelter Umgebung statt, um den Zuhörern mit Licht- und Farbenspielen eine höhere Intensität der Wahrnehmung ihrer Musik ermöglichen.

. Ausstellung geöffnet von Montag bis Sonntag, 10 Uhr bis 19 Uhr. Eintritt frei. Vernissage am Samstag, den 21. August um 11 Uhr)


Kommentieren


Schlagworte