Sondersitzung des UN-Menschenrechtsrats zu Afghanistan

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Der UN-Menschenrechtsrat will sich in einer Sondersitzung mit der Situation in Afghanistan nach der Machtübernahme durch die radikalislamischen Taliban befassen. Wie die Vereinten Nationen am Dienstag in Genf mitteilten, sollen am 24. August die „ernsten Menschenrechtssorgen“ in dem Land diskutiert werden. Die Sondersitzung hatte der Vertreter von Pakistan und Afghanistan selbst beantragt, er wird von zahlreichen Ländern einschließlich Deutschland unterstützt.

Zuvor hatte das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR angesichts der „raschen Verschlechterung“ der Sicherheits- und Menschenrechtslage in großen Teilen Afghanistans einen allgemeinen Verzicht auf die Abschiebung von Afghanen in ihr Heimatland gefordert.

Zehntausende Menschen versuchen derzeit, aus Afghanistan zu fliehen, weil sie eine Rückkehr zu einer Herrschaft nach den drakonischen Regeln eines fundamentalistischen Islam fürchten, wie sie die Taliban bereits in den Jahren 1996 bis 2001 ausgeübt hatten.

Einer UNHCR-Sprecherin zufolge sind schon vor den Entwicklungen der vergangenen Tage in Afghanistan mehr als 550.000 Binnenflüchtlinge gezählt worden. Dem UN-Kinderhilfswerk Unicef zufolge benötigen mehr als 18 Millionen Menschen in Afghanistan humanitäre Hilfe, darunter fast zehn Millionen Kinder.

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