Opferzahl nach Erdbeben in Haiti steigt weiter

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Nach dem schweren Erdbeben in Haiti ist die Zahl der bestätigten Todesopfer auf 2.189 gestiegen. Weitere 332 Menschen würden noch vermisst, teilte die haitianische Zivilschutzbehörde am Mittwochabend (Ortszeit) mit. Mindestens 12.268 Menschen wurden bei dem Beben der Stärke 7,2 am Samstag verletzt. Darüber hinaus wurden nach neuen Erkenntnissen knapp 53.000 Häuser zerstört und gut 77.000 beschädigt.

Dringend benötigte Hilfe erreichte die betroffene Region nur schleppend. Nach örtlichen Medienberichten gab es Gegenden, in denen die Überlebenden des Bebens verzweifelt auf Unterstützung warteten. In der betroffenen Region im Südwesten des Karibikstaates fehlte es am Nötigsten. Zahlreiche Menschen schliefen im Freien und mussten in der Nacht zum Dienstag außerdem einen Tropensturm über sich ergehen lassen, der mancherorts Überschwemmungen verursachte.

Der Erdstoß hatte sich nahe der Gemeinde Saint-Louis-du-Sud in einer Tiefe von rund zehn Kilometern ereignet. Haiti, das ärmste Land Amerikas, ist für Naturkatastrophen anfällig. Die Erdbebenregion war im Jahr 2016 von Hurrikan „Matthew“ verwüstet worden - mehr als 500 Menschen starben. Bei einem Erdbeben der Stärke 7,0 im Jänner 2010, dessen Zentrum nahe der dicht besiedelten Hauptstadt Port-au-Prince lag, waren mehr als 220.000 Menschen ums Leben gekommen. Der Wiederaufbau litt stark unter Korruption und Verschwendung.


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