Salzburg empfängt Klagenfurt, WAC und WSG hoffen auf Siege

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Wenn am Samstag Red Bull Salzburg in Runde fünf der Fußball-Bundesliga Austria Klagenfurt empfängt, dann sind die Rollen klar verteilt. Der Meister geht gegen den Aufsteiger als Favorit ins Spiel, zumal die Salzburger mit vier Siegen und 12:2-Toren quasi lupenrein in die Saison gestartet sind. Gegen die Admira setzt der WAC auf den ersten Ligasieg unter Trainer Robin Dutt. Die WSG Tirol will im West-Derby gegen Altach den ersten Liga-Dreier. Anpfiff ist jeweils um 17.00 Uhr.

Salzburg hält saisonübergreifend bei acht Liga-Siegen in Folge, gegen die Gäste aus Klagenfurt soll der neunte folgen. Salzburg-Coach Matthias Jaissle zollt dem Aufsteiger den nötigen Respekt. Klagenfurt sei „ein Gegner, der mutigen Fußball spielen möchte. Sie haben Qualität im Offensivspiel“, so Jaissle.

Nach der intensiven Europacup-Partie gegen Bröndby will er rotieren, um einigen Spielern eine Pause zu gönnen. Als Nachteil sieht er dies nicht: „Im Gegenteil: Ich freue mich auf die Jungs, die dann Verantwortung übernehmen können, die ihre Chance bekommen. Wir haben so einen breiten und qualitativ hochwertigen Kader.“

Klagenfurt-Trainer Peter Pacult plagen massive Personalsorgen. Gloire Amanda ist nach dem Platzverweis gegen die Wiener Austria gesperrt, hinzu kommen die Verletzten Maximiliano Moreira, Herbert Paul, Julian von Haacke und Fabian Miesenböck. Auch Kapitän Kosmas Gkezos fehlt wegen einer Knöchelblessur. „Es bringt nichts, wenn man herumjammert. Natürlich fehlen die Spieler, aber sie können mir nicht helfen. Also muss ich mit denen auskommen, die zur Verfügung stehen“, so Pacult. Über mögliche zusätzliche Verstärkungen werde derzeit intern diskutiert.

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Der Wolfsberger AC möchte die „Rote Laterne“ am Samstag wieder abgeben. Dazu braucht es den ersten Liga-Sieg unter Trainer Dutt. Mit der Admira kommt ein Gegner auf Augenhöhe ins Lavanttal, der nach zwei Niederlagen in Folge aber ebenfalls gerne wieder dreifach anschreiben möchte. Dabei helfen soll die bisher gut sortierte Verteidigung der Südstädter, die erst vier Gegentreffer in der Meisterschaft zugelassen hat.

Zwei Unentschieden und zwei Niederlagen sowie ein Torverhältnis von 4:10 sind die magere Ausbeute für den WAC in den ersten vier Runden. Die in den vergangenen Jahren durchaus erfolgsverwöhnten Kärntner müssen sich damit momentan ganz unten einreihen. Das soll sich mit dem Spiel gegen die Admira aber ändern.

Admira-Coach Andreas Herzog warnte davor, den Tabellen-Letzten auf die leichte Schulter zu nehmen. „Der WAC ist ein schwerer Gegner. Die Mannschaft ist vor allem in der Offensive sehr stark. Doch wir fahren dorthin, um etwas mitzunehmen. Wir haben in den letzten zwei Runden leider keine Punkte sammeln können, deswegen ist es wieder an der Zeit, dass wir anschreiben“, so Herzog.

Für die WSG Tirol soll es mit dem ersten Ligasieg in der noch jungen Fußball-Bundesliga-Saison klappen. Die Vorarlberger kommen mit der Referenz eines Heimsieges gegen Rapid und Tabellen-Platz vier nach Tirol. WSG-Coach Thomas Silberberger weiß um die Bedeutung des Spiels: „Wenn wir da gewinnen, haben wir sieben Punkte am Konto und sind seit fünf Spielen ungeschlagen. Das gab es bei der WSG noch nie.“ Nach vier Unentschieden in Serie kommt das West-Derby den Wattenern gerade recht, um am Innsbrucker Tivoli den ersten Dreier einzufahren. Im Vorjahr lagen die Vorarlberger den Tirolern ganz ausgezeichnet: Mit 2:0 und 3:1 gab es zwei Siege für die Sportgemeinschaft.

Der SCR Altach kann nach dem späten 2:1-Sieg am vergangenen Sonntag gegen Rapid sowie insgesamt sechs Punkten mit Fug und Recht behaupten, einen ordentlichen Saisonstart hingelegt zu haben. Damir Canadi hat den Vorarlbergern wieder eine erfolgsorientierte DNA verpasst, die auch in Tirol wieder Punkte zeitigen soll. „Natürlich hat uns der Sieg gegen Rapid allen gut getan. Jetzt heißt es, nicht zu vergessen, welche Tugenden uns in diesem Spiel stark gemacht haben“, so Canadi. Nämlich Einsatz und Leidenschaft, und diese seien nun auch in Tirol gefordert.


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