Mittlerweile 326 Covid-Patienten in Spitalsbehandlung

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Durchaus besorgniserregend im Steigen begriffen sind die Zahlen im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Österreich. 326 Covid-Patienten mussten am Samstag in den Spitälern behandelt werden, ein Anstieg um 25 binnen 24 Stunden und der höchste Wert seit 12. Juni. 1.328 Neuinfektionen meldeten Innen- und Gesundheitsministerium binnen eines Tages, um 70 mehr als am Freitag. Das entsprach dem höchsten Wert seit 7. Mai.

Die jüngsten Infektionszahlen lagen damit deutlich über dem Schnitt der vergangenen sieben Tage (1.081). Interessant erscheint ein Vergleich, wenn man sich die Infektions- und Spitalzahlen in Österreich im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 vor genau einem Jahr ansieht. Am 21. August 2020 wurden 331 Neuansteckungen gemeldet - fast genau ein Viertel dessen, was am Samstag rapportiert wurde. 112 an Covid-19 Erkrankte mussten damals stationär behandelt werden - etwas mehr als ein Drittel des aktuellen Spitalsbelags. Auf den Intensivstationen lagen auf den Tag genau vor einem Jahr 22 Corona-Infizierte - weniger als ein Drittel als die 70, die am Samstag in Österreich intensivmedizinisch behandelt wurden. Die Anzahl der intensivpflichtigen Covid-Patienten ist hierzulande innerhalb einer Woche um 19 gestiegen.

Die meisten Covid-Patienten liegen derzeit in der Bundeshauptstadt in Krankenhäusern, nämlich 98. Davon bedürfen 22 intensivmedizinischer Betreuung. 53 Patienten, davon elf auf Intensivstationen, wurden am Samstag in Niederösterreich verzeichnet, 50 in Oberösterreich, wovon acht schwere Fälle waren, und 44 in der Steiermark, wovon elf intensivmedizinische Behandlung erfuhren.

Die Sieben-Tages-Inzidenz - die täglichen Neuinfektionen je 100.000 Einwohner - beträgt mittlerweile in Österreich 84,7. Zum Vergleich: in Deutschland erreichte die Sieben-Tages-Inzidenz am Samstag 51,6. Das Bundesland mit der höchsten Sieben-Tages-Inzidenz ist derzeit Wien mit 107,7, gefolgt von Oberösterreich, Salzburg und Vorarlberg (105,4, 93,8 bzw. 92,7). Danach folgen Tirol (73,3), die Steiermark (71), Niederösterreich (67,5), Kärnten (53,4) und das Burgenland (47,3).

23.960 Impfungen sind am Freitag durchgeführt worden. Wie „impfmüde“ die heimische Bevölkerung ungeachtet zahlloser Impfappelle geworden ist, macht ein Blick auf die Impfzahlen an den vorangegangen Freitagen deutlich. Vor exakt vier Wochen - am 23. Juli - wurden österreichweit fast drei Mal so viele, nämlich rund 71.000 Schutzimpfungen gegen Covid-19 verabreicht. Am 30. Juli waren es noch deutlich mehr als 55.000, am 6. August knapp 45.500, am vorletzten Freitag, dem 13. August, dann nur mehr 25.568. Insgesamt haben laut den Daten des E-Impfpasses rund 5,431 Millionen Menschen zumindest eine Teilimpfung erhalten, was 60,8 Prozent der Bevölkerung ausmacht. Rund 5,104 Millionen und somit 57,1 Prozent der Österreicher sind bereits voll immunisiert.

Am höchsten ist die Durchimpfungsrate im Burgenland mit 67,9 Prozent. In Niederösterreich sind 63,7 Prozent der Bevölkerung geimpft, in der Steiermark 60,9 Prozent. Nach Tirol (60), Wien (59,2), Vorarlberg (58,9), Kärnten (57,3) und Salzburg (57,2) bildet Oberösterreich das Schlusslicht mit einer Durchimpfungsrate von 56,4 Prozent.

Mit Samstag gab es in Österreich 11.748 aktive Fälle, um 612 mehr als am Freitag. Genesen sind seit Ausbruch der Epidemie 652.896 Personen, innerhalb der vergangenen 24 Stunden wurden 716 wieder gesund. In den vergangenen sieben Tagen wurden neue Todesfälle registriert, seit Freitag kam kein weiterer dazu. Insgesamt hat die Covid-19-Pandemie seit Ausbruch 10.761 Menschen in Österreich das Leben gekostet. Pro 100.000 Einwohner sind seit Beginn der Pandemie 120,5 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben.

469.788 PCR- und Antigenschnell-Tests wurden in den vergangenen 24 Stunden eingemeldet. Davon waren 91.861 aussagekräftige PCR-Tests, deren Positiv-Rate betrug 1,4 Prozent. Dieser 24-Stunden-Wert liegt unter dem Schnitt der vergangenen Woche, als durchschnittlich 1,7 Prozent der PCR-Tests positiv ausfielen.


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