Zwei Tote bei Autounfall: Prozess gegen Fahrer in Klagenfurt

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Unter großem Andrang hat am Dienstag ein Prozess gegen einen 19-jährigen Kärntner am Landesgericht Klagenfurt begonnen. Er hatte im März in Klagenfurt einen schweren Verkehrsunfall mit zwei Toten verursacht. Staatsanwältin Tina Frimmel-Hesse wirft dem jungen Mann grob fahrlässige Tötung vor. Vor Richter Alfred Pasterk zeigte er sich geständig, an den Unfall selbst kann er sich aber nicht mehr erinnern. Dies sei nach Studium der Gutachten erfolgt, betonte sein Anwalt.

Angehörige und Freunde des Angeklagten und der Opfer hatten sich vor dem Gerichtsgebäude eingefunden und präsentierten ein Transparent, um der Todesopfer zu gedenken. Im Saal selbst war abgesehen von Angehörigen und Medien gerade einmal Platz für elf oder zwölf Zuhörer. Mehr Personen dürfe er aufgrund der Covid-Bestimmungen nicht hereinlassen, bedauerte Pasterk.

Zu dem folgenschweren Verkehrsunfall war es heuer in der Nacht auf Samstag, den 6. März, gekommen. Laut Strafantrag war der 19-Jährige mit einer Geschwindigkeit von 148 km/h im Ortsgebiet von Klagenfurt unterwegs, als er die Kontrolle über sein Auto verlor. Das Fahrzeug kam von der Straße ab, flog mehr als 30 Meter durch die Luft und prallte mit knapp 100 km/h gegen eine Hausmauerkante. Die zwei jungen Beifahrer waren sofort tot, der 19-Jährige selbst erlitt multiple Rippenbrüche, dazu war sein Schlüsselbein angebrochen, Leber und Milz hatten ein Loch und seine Lunge war kollabiert. Zwei Wochen verbrachte er im Spital, erst im Mai war er eigenen Angaben zufolge wieder arbeitsfähig.

Nach der Vernehmung des Angeklagten begann Richter Pasterk mit dem Beweisverfahren Der Prozess war für den ganzen Tag anberaumt.


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