Russischer Außenminister Lawrow trifft Schallenberg und Kurz

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Im Rahmen einer kleinen Europatour hält sich der russische Außenminister Sergej Lawrow am Mittwoch in Österreich auf. Geplant sind unter anderem Treffen mit Bundeskanzler Sebastian Kurz und Außenminister Alexander Schallenberg (beide ÖVP). Neben bilateralen Fragen sollen die Situation in Afghanistan und Belarus (Weißrussland), die Covid-Pandemie sowie die Beziehungen zwischen der EU und Russland besprochen werden.

Trotz offener Differenzen etwa in Menschenrechtsfragen oder bei Völkerrechtsverletzungen sei es wichtig, mit Russland im Dialog zu bleiben, hieß es im Vorfeld des Besuches aus dem Bundeskanzleramt. Unterschiedliche Positionen gibt es auch in Bezug auf die politische Krise in Belarus sowie den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine. Schallenberg hatte erst am Montag im Rahmen der internationalen „Krim-Plattform“ in Kiew deutliche Kritik an Moskau geübt. Lawrow selbst bezeichnete die Veranstaltung in der ukrainischen Hauptstadt, bei der mehr als 40 Staaten vertreten waren, als „Hexensabbat“.

Gegen Mittag werden Schallenberg und sein russischer Amtskollege vor die Presse treten. Am Abend wird Lawrow dann von Kurz begrüßt. Am Nachmittag nimmt Lawrow an einem Treffen mit Vertretern des zivilgesellschaftlichen „Sotschi-Dialogs“ zwischen Österreich und Russland in der russischen Botschaft in Wien teil. Laut russischem Außenministerium ist zudem ein Besuch am Wiener Hauptsitz der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA/IAEO) geplant.

Neben Wien reist Lawrow auch nach Budapest und Rom. Für die Drei-Städte-Tour unterbricht er seinen Wahlkampf in Russland.


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