Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt auf 1.602 Fälle

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Die Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt in Österreich weiter: In den vergangenen 24 Stunden sind nach den Zahlen von Innen- und Gesundheitsministerium (Stand 9.30 Uhr) 1.602 weitere Fälle einer SARS-CoV-2-Infektion dazu gekommen, allein in Wien waren es 578. Damit liegt die Sieben-Tages-Inzidenz der Fälle pro 100.000 Einwohner erstmals seit Mai wieder über 100, genau bei 102,3. Die steigenden Zahlen machen sich auch in den Krankenhäusern bemerkbar.

So gab es zum ersten Mal seit längerem wieder mehr als 100 Covid-Kranke auf Intensivstationen. 104 Menschen müssen sich derzeit intensivmedizinischer Betreuung in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung unterziehen, um neun mehr als am Donnerstag. Davor lagen letztmals am 13. Juni mehr als 100 Covid-Patientinnen und -Patienten auf Intensivstationen. Die Zahl der Spitalspatienten insgesamt stieg gegenüber Donnerstag um fünf auf 420.

Auch die Zahl der aktiven Fälle kletterte weiter in die Höhe. Am Freitag gab es davon in Österreich 14.449, nahezu doppelt so viele wie noch am Freitag zwei Wochen (7.717 Fälle). Zuletzt zeigten Zahlen der Stadt Wien, dass Ungeimpfte 80 Prozent der aktiven Fälle ausmachten (Stichtag: 23. August). Außerdem waren 16 von 18 Wiener Intensivpatienten ohne Impfschutz. In der Bundeshauptstadt wurden aktuell mit 578 auch die meisten Neuinfektionen gemeldet. In Oberösterreich kamen 336, in Niederösterreich 207 Fälle dazu. Die Steiermark meldete 162, Salzburg 91, Tirol 90, Vorarlberg 67, Kärnten 54 und das Burgenland 17 Neuinfektionen.

Vier Menschen sind in den letzten 24 Stunden im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Während der letzten sieben Tage waren es 15 Menschen. Insgesamt hat die Covid-19-Pandemie seit Ausbruch 10.776 Totesopfer in Österreich gefordert.

Weiterhin nur schleppend kommt die Impfkampagne in Österreich voran. Obwohl Experten vor einem Ausufern der vierten Welle warnen, sind am Donnerstag lediglich 20.092 Impfungen durchgeführt worden. Anfang Juni wurden am Spitzentag noch über 143.000 Menschen geimpft. Insgesamt haben laut den Daten des E-Impfpasses 5.473.749 Menschen bereits zumindest eine Teilimpfung erhalten: Das sind 61,3 Prozent der Bevölkerung. Exakt 5.169.410 und somit 57,9 Prozent der Österreicher sind unterdessen voll immunisiert.

Eine Vollimmunisierung, die laut Experten vor einem schweren Verlauf der Krankheit schützt, haben im Burgenland 66,1 Prozent der Bevölkerung erhalten, gefolgt von Niederösterreich (60,9 Prozent), der Steiermark (58,7 Prozent), Vorarlberg (57,5 Prozent), Tirol (56,5 Prozent), Wien (55,9 Prozent), Salzburg (54,5) und Kärnten (54,1 Prozent). Schlusslicht ist weiterhin Oberösterreich mit 53,4 Prozent an Vollimmunisierten.

Angesichts des langsamen Impffortschrittes riefen unterdessen auch Wiens Ordensspitäler die Bevölkerung auf, sich gegen das Virus immunisieren zu lassen. „Wer sich impfen lässt, schützt nicht nur sich und andere. Er trägt auch dazu bei, dass es nicht durch eine hohe Zahl von Menschen mit Covid-19 in den Normal- und Intensivstationen aus Kapazitätsgründen erneut zur Verschiebung von Operationen kommt“, hieß es in einer Aussendung der Spitäler am Freitag. Die sieben Wiener Krankenhäuser hätten zudem auch bereits eine, unter anderen auch von der Wiener Ärztekammer geforderte Impfpflicht für Mitarbeitende in allen Bereich eingeführt.

Seit Pandemie-Beginn hat es in Österreich bereits 683.219 positive SARS-CoV-2-Tests gegeben. Als genesen gelten 657.994 Menschen. Insgesamt wurden in den vergangenen 24 Stunden 328.320 PCR- und Antigenschnell-Tests eingemeldet. Davon waren 67.143 aussagekräftige PCR-Tests, die Positivrate betrug 2,39 Prozent. Dieser 24-Stunden-Wert liegt über dem Schnitt der vergangenen Woche von zwei Prozent. In Österreich sind bereits über 94 Millionen SARS-CoV-2-Tests durchgeführt worden.


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