LASK in ECL gegen Maccabi Tel Aviv, Alashkert und Helsinki

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Der LASK darf sich von der Papierform gute Chancen auf den Aufstieg bei der Gruppenphasen-Premiere der neuen Fußball-Europa-Conference-League ausrechnen. Die Linzer wurden am Freitag in Istanbul als erstes Team überhaupt aus dem stärksten Topf gezogen und bekommen es mit dem israelischen Vizemeister Maccabi Tel Aviv, dem armenischen Meister Alashkert FC sowie dem finnischen Meister HJK Helsinki zu tun. Das erste Spiel geht am 16. September über die Bühne.

Wo die Linzer da antreten, steht noch nicht fest. Sie erlebten die Auslosung ungewollt noch in Schottland mit, wo sie am Donnerstagabend mit einem verdienten 2:0-Erfolg bei St. Johnstone die Play-off-Hürde gemeistert hatten. Die Abreise verzögerte sich wegen technischer Probleme um einige Stunden, schlussendlich musste ein Ersatzflieger besorgt werden. Statt am frühen Nachmittag stiegen Kapitän Alexander Schlager und Co. erst um 20.30 Uhr in Hörsching aus dem Flugzeug.

Coach Dominik Thalhammer bezeichnete die Gegner in einem Telefonat mit dem ORF als „vom ersten Eindruck spannend“. Als Hauptkonkurrent um den Gruppensieg müsse man Tel Aviv einschätzen. Für die Israeli sind Duelle mit österreichischen Clubs nichts Neues. 2020 unterlagen sie Salzburg im Champions-League-Play-off zweimal, davor hatten sie dafür 2017 im Play-off zur Europa League Altach ausgeschaltet. „Der armenische Verein ist die große Unbekannte, aber armenischer Meister und Helsinki ist auch eine Mannschaft, die keinesfalls zu unterschätzen ist“, warnte der 50-Jährige.

Zu erwarten sei jedenfalls ein „enges“ Aufstiegsrennen. „Es ist eine Gruppe, wo wir einige Punkte machen können. Der Aufstieg ist nicht unrealistisch, wir werden alles daran setzen, dass wir am Ende zumindest unter den Top zwei sind“, gab der LASK-Coach die Marschroute vor. Die Pool-Sieger qualifizieren sich direkt für das Achtelfinale, die Gruppenzweiten bekommen es im Sechzehntelfinale mit Gruppendritten aus der Europa League zu tun.

Die Oberösterreicher haben die Chance, zum zweiten Mal in den jüngsten drei Europacup-Saisonen international zu überwintern. 2019/20 war in der Europa League erst im Achtelfinale Endstation. In der vergangenen Saison hatte man sich in der Gruppenphase teuer verkauft, das Weiterkommen allerdings verpasst. Das soll diesmal auf „dritthöchster“ Europacup-Ebene nicht passieren.

Dafür muss die Thalhammer-Truppe auch die stärkere Belastung durch lange Reisen gut verkraften. „Wir sind das vom letzten Jahr gewohnt. Die Mannschaft kennt die Strapazen und nimmt sie gerne auf sich, denn wir wollten ja unbedingt in die Gruppenphase kommen“, verlautete der Ex-ÖFB-Frauen-Teamchef. Reisen muss sein Team auch zu den Heimspielen, da das Linzer Stadion wegen Bauarbeiten nicht zur Verfügung steht.

Nach „aktuellem Stand“ werde man wieder in Klagenfurt antreten. Dort hatte es in der 3. Quali-Runde gegen Novi Sad einen 6:1-Kantersieg gegeben. Von St. Johnstone hatte man sich zuletzt „im Wörthersee“ mit 1:1 getrennt. „Wir nehmen das an, können die Situation nicht verändern. Wir haben dort zwei Spiele gemacht, kennen die Verhältnisse, das Umfeld. Für uns ist das voll okay“, sagte Thalhammer.

Gegen einen armenischen Vertreter hat von den ÖFB-Clubs bisher nur Salzburg gespielt und da 2008 in der UEFA-Cup-Qualifikation gegen Banants Erewan klar die Oberhand behalten. HJK Helsinki wiederum hat gute Erinnerungen an Österreich, hatten die Finnen doch 2014 im Europa-League-Play-off überraschend Rapid aus dem Bewerb geworfen.


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