Hartberg will auch gegen Salzburg überraschen

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Gleich in der ersten Runde der neuen Bundesliga-Saison hat der TSV Hartberg mit einem 2:0-Sieg bei Rapid überrascht. In der 6. Runde empfangen die Oststeirer am Samstag Red Bull Salzburg und fürchten auch den Meister und Champions-League-Teilnehmer nicht. Der starke Aufsteiger Austria Klagenfurt empfängt ebenfalls am Samstag die WSG Tirol. Der Wolfsberger AC muss zu den viertplatzierten Altachern. Anpfiff ist jeweils um 17.00 Uhr.

„Der Sieg gegen Rapid ist sicher eine Motivation für uns. Es gibt im Fußball immer wieder Überraschungen, daran muss man auch glauben“, sagte Hartberg-Trainer Kurt Russ am Freitag. Er hofft auch gegen Salzburg auf eine ähnliche Performance. „Wir müssen sehr eng stehen, aber trotzdem nach vorne spielen, damit Salzburg merkt, dass es nicht so einfach wird. Ich hoffe natürlich auch, dass viele Fans ins Stadion kommen. Es ist geil, Salzburg zuzusehen, aber noch geiler, uns zuzuschauen!“

Bei Salzburg gilt es nach erfolgreicher Champions-League-Qualifikation wieder erfolgreich in den Bundesliga-Alltag zurückzukehren - in den bisherigen fünf Runden gab es ebenso viele Siege. Coach Jaissle geht nicht davon aus, dass die Rückbesinnung problematisch sein könnte. „Den Fokus auf Hartberg zu legen, ist überhaupt nicht schwer, das ist der Ligaalltag“, sagte der Deutsche. Rotieren dürfte der 33-Jährige nicht allzu viel - auch aus dem Grund, weil danach die Länderspielpause für die meisten seiner Profis eine Entschleunigung des Rhythmus bringen wird.

Die WSG Tirol will nach bisher fünf Remis den ersten Sieg einfahren. Trainer Thomas Silberberger hofft darauf in der Auswärtspartie bei Austria Klagenfurt, ist aber auf harte Gegenwehr eingestellt. „Wir treffen auf einen sehr euphorisierten Aufsteiger, bei dem die Ergebnisse zuletzt gepasst haben“, warnte der 48-Jährige.

Die Klagenfurter halten sich so wie die Tiroler mit fünf Punkten im Tabellenmittelfeld. „Mit dem Start können wir im Großen und Ganzen zufrieden sein. Wichtig war, dass wir gleich angeschrieben haben“, sagte Trainer Peter Pacult. Verbesserungspotenzial sieht er „vor allem bei der Handlungsschnelligkeit“, so der erfahrene Coach, der der WSG eine „intakte und sehr gut organisierte Mannschaft“ attestiert.

Der SCR Altach zählt zu den Überraschungsmannschaften der bisherigen Saison. Nach fünf Runden stehen die Vorarlberger mit sieben Punkten auf Rang vier, diese Platzierung soll im Heimspiel gegen den WAC zumindest gehalten werden. Die Wolfsberger halten bei fünf Zählern, dennoch ist der Respekt von Altach-Trainer Damir Canadi vor den Kärntnern groß. „Ich erwarte mir ein sehr enges Spiel“, erzählte der Wiener. „Es ist alles sehr eng in der Liga. Es gibt in einem solchen Spiel momentan auch keine Favoriten.“ Altachs Neuzugang Pape-Alioune Ndiaye wird gegen die Wolfsberger wohl noch nicht zum Einsatz kommen.

Obwohl Altachs neuer Abwehrriese noch pausieren dürfte, ist WAC-Betreuer Robin Dutt auf eine herausfordernde Partie eingestellt. „Die Altacher spielen sehr kompakt und sind gut im Umschalten. Sie sind schwierig zu bespielen.“ Die Lavanttaler feierten vor einer Woche mit dem Heim-3:0 über die Admira den ersten Saisonsieg in der Liga. „Aber von Erleichterung sollte man deshalb zu diesem Zeitpunkt genauso wenig sprechen wie von Enttäuschung. Es ist im Moment einfach noch eine Entwicklungsphase.“


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