Großer Festakt für neue Linzer Eisenbahnbrücke

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Mit einem großen Festakt ist am Samstag die neue Donaubrücke in Linz eröffnet worden. Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) sieht in ihr „eine architektonische Schönheit und ein Symbol der gemeinsamen Offensive von Stadt und Land für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs“. Für Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) bedeutet die Querung „mehr Lebensqualität für die Region durch weniger Stau“. Am 30. September wird die Brücke für den Verkehr frei gegeben.

Nach dreijähriger Bauzeit und ein Jahr später als geplant ist die neue Eisenbahnbrücke, wie sie in Reminiszenz an ihre Vorgängerin genannt wird, fertiggestellt worden. Falsche Berechnungen bei der Stahlkonstruktion hatten zu der Verzögerung geführt. Die neue Brücke verbindet den Stadtteil Urfahr mit dem Zentrum und wird nicht nur dem Pkw-Verkehr dienen. Auch eine neue O-Bus-Linie sowie zwei S-Bahn-Verbindungen vom Norden in den Süden sollen über die Donau führen. Neben den Fahrbahnen und der Schienentrasse befinden sich auf der 400 Meter langen und bis zu 33,7 Meter breiten Querung auch beidseitige Geh- und Radwege. Der Entwurf stammt vom Pariser Architekturbüro Marc Mimram als Sieger eines EU-weiten ausgeschriebenen Architekturwettbewerbs.

In seiner Ansprache blickte Luger auch kurz auf die nicht friktionsfrei verlaufene Vorgeschichte des Neubaus zurück. Dem war eine Volksbefragung vorangegangen, nachdem sich heftiger Widerstand gegen den Abriss der nicht mehr sicheren, 115 Jahre alten Stahlkonstruktion des Hofschlossers Anton Biro geregt hatte. Der Entscheid über die Sanierung der alten Brücke oder deren Abriss wurde 2015 zum Wahlkampfthema. Diesen Samstag und erneut im Wahlkampf - Oberösterreich wählt am 26. September den Landtag sowie Gemeinderäte und Bürgermeister neu - dankte Luger „allen, die diesen Neubau ermöglicht haben, vor allem den Linzerinnen und Linzern, die vor sechs Jahren in einer Volksbefragung Ja zur neuen Brücke gesagt haben“. 68 Prozent hatten dafür votiert.

„In einem gemeinsamen Kraftakt ist es uns gelungen - trotz aller Widrigkeiten und einer Pandemie - unsere neue Eisenbahnbrücke bis zur Verkehrsfreigabe zu bringen“, meinte Infrastrukturlandesrat Günther Steinkellner (FPÖ). 8.400 Tonnen Voest-Stahl und „damit mehr als im Pariser Eiffelturm“ wurden verbaut und „prägen das neue Wahrzeichen der Stahlstadt“, freute er sich.

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„Darüber hinaus stärkt eine leistungsfähige Infrastruktur unseren Standort und schafft neue Möglichkeiten für Oberösterreich. Das Land OÖ hat die Stadt Linz bei diesem Projekt auch mit mehr als 30 Millionen Euro unterstützt“, ergänzte Stelzer. Die Gesamtkosten der Brücke betragen 90,2 Mio. Euro. Nach dem offiziellen Festakt folgte ab dem Nachmittag ein Brückenfest mit Liveacts mehrerer Bands.


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