Louisianas Spitäler zu voll für Evakuierung wegen Hurrikan

  • Artikel
  • Diskussion

Die küstennahen Krankenhäuser in Louisiana können trotz des herannahenden gefährlichen Hurrikans „Ida“ nicht evakuiert werden, weil es in dem US-Bundesstaat zu viele Corona-Patienten gibt. Das erklärte Gouverneur John Bel Edwards. Derzeit würden in dem Staat mit 4,6 Millionen Einwohnern 2.450 Patienten stationär wegen einer Covid-19-Erkrankung behandelt, sagte er dem Sender CNN am Samstag.

Es gebe in Louisiana und den angrenzenden Bundesstaaten keine Kapazitäten mehr, um zusätzliche Patienten aufzunehmen. „Krankenhäuser evakuieren wird deshalb nicht möglich sein“, sagte er.

Louisiana und die benachbarten Bundesstaaten befinden sich inmitten einer dramatischen Corona-Welle. Edwards erklärte, für die medizinischen Einrichtungen seien trotz Generatoren lang anhaltende Stromausfälle infolge des Hurrikans eine große Gefahr. Der Staat habe bereis 10.000 Arbeiter mobilisiert, um die Stromversorgung wieder herzustellen, weitere 20.000 aus anderen Landesteilen könnten noch angefordert werden. „Wir werden den Strom sobald wie möglich wiederbringen müssen, das ist eine meiner größten Sorgen“, sagte Edwards.

Der Gouverneur mobilisierte auch die Nationalgarde des Bundesstaats. Ab Sonntag sollen damit rund 5000 Soldaten im Einsatz sein.

"Ice Road": 50x2 Karten für den Premieretag gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.

„Ida“ soll über dem Golf von Mexiko weiter rasch an Stärke gewinnen und am Sonntagnachmittag (Ortszeit) in Louisiana als „extrem gefährlicher großer Hurrikan“ auf Land treffen, wie das Nationale Hurrikanzentrum (NHC) erklärt. Demnach ist mit schweren Schäden, Überschwemmungen und lang anhaltenden Stromausfällen zu rechnen.


Kommentieren


Schlagworte