Explosion in der afghanischen Hauptstadt Kabul

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In der afghanischen Hauptstadt Kabul sind die Geräusche von mindestens einer Explosion gehört worden. Mehrere Nutzer schrieben auf Twitter, sie hätten eine „starke“ Explosion gehört. Zudem wurden Bilder und Videos geteilt, auf denen eine große, schwarze, aufsteigenden Rauchsäule zu sehen war. Zwei lokale Journalisten sprachen von einer Rakete, die in einem Privathaus in der Nähe des Flughafens eingeschlagen sein soll. Diese Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.

Erst am Donnerstag waren bei einem Anschlag der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) am Flughafen Kabul mindestens 13 US-Soldaten - und -soldatinnen sowie zwei Briten ums Leben gekommen. Die Angaben über die afghanischen Todesopfer schwanken, Sender wie CNN sprachen von bis zu 200 Toten.

US-Streitkräfte führten nach Angaben aus Regierungskreisen erneut einen Militärschlag durch. Ziel des Angriffs in Kabul seien mutmaßliche Mitglieder der Extremisten der IS-K gewesen, sagt ein US-Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Dabei handle es sich allerdings um erste Informationen, die sich noch ändern könnten.

US-Präsident Joe Biden hatte am Sonntag vor möglichen weiteren Anschlagen gewarnt. Die US-Armee, die gerade vom Flughafen Truppen ausfliegt und in Sicherheit bringt, hatte aber auch angekündigt, dass es wohl weitere Sprengungen von Ausrüstung geben werde.

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Seit dem Start des Einsatzes Mitte August flogen die USA und ihre Partner insgesamt gut 114.000 Menschen aus. Kurz vor dem Ende der militärischen Evakuierungsmission in Afghanistan sind binnen 24 Stunden rund 2.900 Menschen aus Kabul ausgeflogen worden. Eine Sprecherin des Weißen Hauses teilte mit, bis Sonntagvormittag (Ortszeit Kabul) habe die US-Luftwaffe mit 32 Flügen rund 2.200 Menschen in Sicherheit gebracht, neun Flugzeuge von Verbündeten hätten rund 700 Menschen evakuiert. Die Zahl der pro Tag ausgeflogenen Personen ist zuletzt wegen des beginnenden US-Abzugs und der Einstellung von Rettungsflügen durch Verbündete deutlich zurückgegangen.


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