Ried Derby-Sieger - Remis im Wr. Derby und in der Südstadt

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Das 333. Wiener Fußball-Derby endete am Sonntag 1:1. Damit sind die „Veilchen“ weiter Schlusslicht, den viertplatzierten Hütteldorfern fehlen nach 6 Runden bereits 10 Punkte auf Spitzenreiter Salzburg. Der Zweite Sturm liegt nach einem 1:1 bei der Admira auch schon 7 Zähler zurück. Ried gewann das OÖ-Derby gegen den LASK mit 1:0. Bereits am Samstag hatte Salzburg in Hartberg 1:0 gewonnen. Erfolge gab es auch für A. Klagenfurt (2:1 gegen Tirol) und WAC (2:1 in Altach).

Im Wiener Derby schoss Lukas Mühl (33.) die weiter sieglosen Favoritner vor der Pause in Führung, Marco Grüll (47.) glückte unmittelbar nach Wiederbeginn per Kopf der Ausgleich. Insgesamt war die Austria etwas näher dran am Siegtreffer. Ein Djuricin-Abschluss fiel zu schwach aus (73.), „Joker“ Muharem Huskovic scheiterte an Keeper Gartler (86.). Einzige Rapid-Ausbeute war ein zu schwacher Abschluss von Grüll (77.).

Rapid baute die ungeschlagene Ligaserie gegen den Erzrivalen auf mittlerweile fünf Partien aus, allerdings gab es zuletzt gleich viermal eine Punkteteilung. Dietmar Kühbauer muss damit noch auf seinen 50. Sieg als Rapid-Coach warten. Das ist eine Marke, die vor ihm erst sechs Trainer erreicht hatten.

Die SV Ried hat das Duell um die aktuelle Nummer eins in Oberösterreich für sich entschieden. Die Innviertler gewannen das OÖ-Derby gegen den LASK vor 7.300 Zuschauern in der ausverkauften heimischen Josko-Arena mit 1:0 (1:0) und stehen nach sechs Runden überraschend auf Tabellenplatz drei. Der klar spielbestimmende LASK, der nach dem Auftakterfolg nun schon fünf Ligaspiele sieglos ist, steckt weiter nur auf Rang acht fest.

Von Beginn weg bestimmte die Mannschaft von Dominik Thalhammer das Spielgeschehen und hatte früh die ganz große Chance auf die Führung, doch Keito Nakamura setzte unbedrängt einen Kopfball aus sieben Metern neben das Tor (6.). Nachdem es Thomas Goiginger (7.) und Mamoudou Karamoko (15.) auch nicht besser machten, kam Ried erstmals gefährlich in den LASK-Strafraum - und traf. Constantin Reiner scorte nach einem Eckball per Kopf (17.).

In der zweiten Hälfte spielte der LASK fast nur auf ein Tor, aber lange ohne zündende Idee, wie das Rieder Abwehrbollwerk geknackt werden könnte. Im Finish wurden die Athletiker aber doch gefährlich. Ein Hong-Kopfball wurde von Reiner auf der Linie für den bereits geschlagenen Sahin-Radlinger abgewehrt (77.), Karamoko schoss über das Tor (79.), Raguz scheiterte ebenfalls (84., 87.).

Sturm Graz hat in der Bundesliga den Anschluss an Salzburg verloren. Der Tabellenzweite musste sich am Sonntag bei der Admira mit einem 1:1 begnügen. Manprit Sarkaria brachte Sturm in der 36. Minute in Führung, Roman Kerschbaum gelang in der 70. Minute der verdiente Ausgleich.

Das 1:0 der Gäste fiel auf sehenswerte Art und Weise. Kelvin Yeboah setzte sich auf der rechten Seite durch, seinen Stanglpass verwertete Sarkaria direkt mit der Ferse. In den 35 Minuten davor hatte es keine einzige nennenswerte Offensivaktion gegeben. Nach der Pause wurde die Admira deutlich stärker, die logische Folge war das 1:1 in der 70. Minute. Lukacevic brachte einen Corner zur Mitte, der kurz zuvor eingewechselte Alexander Prass rutschte aus und Kerschbaum hatte freie Bahn, um seinen Kopfball im Tor unterzubringen. Danach entwickelte sich eine offene Partie mit leichten Vorteilen für die Hausherren. Dennoch gelang keinem Team der Lucky Punch, womit die Admira nur zwei Zähler aus den jüngsten neun Bundesliga-Duellen mit Sturm holte.


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