Ars Electronica sucht hybrid nach einem Neuen Deal

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Das Ars Electronica Festival „A New Digital Deal“ wird wie im Vorjahr hybrid veranstaltet - mit einem verbesserten Online-Angebot - und widmet sich notwendigen Veränderungen sowie den Einsatzmöglichkeiten neuer Technologien. Wiewohl die Online-Tickets heuer auch etwas - ab neun Euro - kosten, gab es bereits 800 Anmeldungen und es werden täglich mehr, hieß es bei der Vorstellung der Programm-Highlights in einer Pressekonferenz am Montag in Linz.

Auch Gäste vor Ort in Linz werden mehr als im Vorjahr erwartet, „wir haben 2020 viel Erfahrung gesammelt“, das Festival so abzuwickeln, dass es sicher und entspannt besucht werden könne, sagte Ars-Electronica-Direktor Gerfried Stocker. Die tägliche Zunahme der Anfragen „lässt schließen, dass es ein gut besuchtes Festival wird“. Rund 600 Künstler seien bereits akkreditiert, das entspreche 50 bis 60 Prozent eines „normalen“ Jahres. Für das Festival am Campus der Johannes Kepler Universität (JKU) ist ein Ticket vorab online zu kaufen, es gilt Registrierungspflicht und 3G-Nachweis, in den teilnehmenden Museen in der Innenstadt gilt Maskenpflicht.

Neu im Programm sind heuer die Festival University und die Freiwilligenmesse des Unabhängigen LandesFreiwilligenzentrums (ULF). Sie bilde einen der Höhepunkte am Samstag, gemeinsam mit Bio-Bauernmarkt, dem Jugendfestival Create Your World samt Verleihung der U19-Preise und der AI Lab Conference. Das Ars Electronica Festival beinhalte einen großen zivilgesellschaftlichen Teil und bespiele diesen seit über fünf Jahren mit Partnern, sagte Stocker. Das untermauere auch die Stellung der Ars vom internationalen Spektrum bis hin zum regionalen Tun.

Am Mittwoch (8.9.) startet das Festival mit einem „Education Day“, an dem Lehren und Lernen im Mittelpunkt stehen. Am Abend werden Festival und Zirkus des Wissens am JKU-Campus eröffnet. In 86 Gardens in aller Welt gibt es Programm vor Ort - u.a. in Lugano mit einem fünftägigen Festival - und online via Swapcard. Heuer gehe es nicht mehr ums reine Dabeisein wie im Vorjahr, sondern auch das Online-Programm entspreche den Qualitätskriterien des Festivals, betonte Stocker. Der Donnerstag stehe im Zeichen der Themenausstellung „Digital && Life“ sowie der EU-Projekte wie der Ausstellung zum Starts Prize. Außerdem tritt an diesem Tag das Futurelab, das wie das Ars Electronica Center sein 25-Jahr-Jubiläum feiert, in den Vordergrund.

Das Themensymposium am Freitag wird vom Branch Magazin gestaltet, am Abend warten die Prix Awards und die Große Konzertnacht mit dem Bruckner Orchester Linz (BOL). „Wir können uns nicht vorstellen eine Saison anders zu eröffnen“, sagte der künstlerische Leiter Norbert Trawöger und machte Lust auf Bruckners Neunte. Am Sonntag lassen Animation Festival, Prix-Forum und das gemeinsam mit der japanischen Agentur Hakuhodo veranstaltete Art Thinking Forum, das Kunst als Kompromiss, als Katalysator und im Zusammenhang mit Journalismus betrachtet, das Festival ausklingen.

In der Innenstadt werden unter anderem das OK mit der CyberArts-Ausstellung, das Ars Electronica Center, das Futurlab, das Salzamt und die Kunstuni am Festival teilnehmen. Kunstuni-Rektorin Brigitte Hütter betonte, die Ausstellung „Loops of Wisdom“ ihrer Uni schlage Brücken hin zum Tun. Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer (ÖVP) nannte das Festival „eine Zeit inspirierender Hoffnung“.

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