Sommer war in Österreich der achtwärmste

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Der diesjährige Sommer war in Österreich der achtwärmste in der 255-jährigen Messgeschichte, berichtete die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) am Dienstag. Im Westen gab es die meisten Niederschläge seit fünf Jahren, im Norden seit elf Jahren - dafür war es im Süden und Osten größtenteils zu trocken.

Der meteorologische Sommer 2021 startete mit dem drittwärmsten Juni, der auch sehr sonnig und sehr trocken war. Der Juli war im Süden sehr trocken, sonst größtenteils nass. Deutlich zu warm war es im Juli vor allem von Unterkärnten bis zum Weinviertel. Der August brachte relativ wenig Sonne und überdurchschnittlich viel Niederschlag, bei Temperaturen, die in etwa dem Mittel der letzten 30 Jahre entsprachen, aber über dem Durchschnitt von 1961 bis 1990 lagen.

Alexander Orlik von ZAMG: „Der Sommer 2021 liegt in der vorläufigen Auswertung auf dem achten Platz, gleichauf mit den Sommern 1994 und 2021.“ Die Zahl der Hitzetage (mindestens 30 Grad) lag im Sommer 2021 im Süden und Osten Österreichs größtenteils über dem Mittel der letzten 30 Jahre (1961-1990), im Westen und Norden knapp darunter.

In der österreichweiten Auswertung brachte der Sommer 2021 um fünf Prozent mehr Niederschlag als im Mittel der letzten 30 Jahre. Regional gab es aber deutlich Unterschiede: Im Westen Österreichs war es der niederschlagsreichste Sommer seit 2016, im Norden seit 2010. In diesen Regionen gab es um etwa 15 bis 50 Prozent mehr Niederschlag als im Mittel. Im Süden Österreichs war es hingegen um etwa 15 bis 40 Prozent zu trocken.

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Der Sommer 2021 brachte einige Unwetter mit sehr großen Regenmengen, die zum Teil im Rekordbereich lagen. Ungewöhnlich oft war in diesem Sommer auch großer Hagel. Am 26. Juli gab es Schossen mit bis zu sieben Zentimeter Größe bei Rossatz, am 14. Juli mit acht Zentimetern bei Hof am Leithaberge und am 24. Juni sogar bis elf Zentimeter Größe in Ziersdorf.

Die sommerlichen Pflanzenphasen, wie Blüte der Winterlinde sowie Fruchtreife der Kirsche, der Roten Johannisbeere, der Marille und des Schwarzen Holunders bewegen sich auf Grund des zögerlichen Frühlings und trotz des warmen Sommers im Bereich des langjährigen Durchschnitts (1981-2010).


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