Österreichweit 510 Covid-19-Patienten in Spitälern

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Die vierte Corona-Welle wirkt sich immer mehr auf die Zahl der belegten Spitalsbetten aus. Am Dienstag benötigten bereits 510 Covid-19-Patienten eine Versorgung im Krankenhaus, 130 Personen davon lagen auf Intensivstationen. Insgesamt gab es binnen 24 Stunden ein Plus von 13 Prozent oder 57 Patienten im Vergleich zum Montag. Innen- und Gesundheitsministerium meldeten unterdessen 1.229 Neuinfektionen in den vergangenen 24 Stunden.

Das liegt unter dem Schnitt der vergangenen sieben Tage (1.386). Die Sieben-Tages-Inzidenz stieg auf 108,6 Fälle pro 100.000 Einwohner. Am Dienstag gab es in Österreich bereits 15.203 bestätigte aktive Fälle, um 98 mehr als am Montag.

Im Krankenhaus liegen nunmehr 510 Personen, das sind um 112 mehr als noch vor einer Woche. 130 Menschen werden auf Intensivstationen betreut, acht mehr als am Montag und 46 mehr als vergangenen Dienstag. Die vierte Welle nimmt deutlich früher an Fahrt auf als die zweite Welle im vergangenen Herbst. Das zeigt auch der Blick auf die Statistik. Vor exakt einem Jahr wurden 272 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Am 31. August 2020 lagen insgesamt 154 Covid-19-Patienten in Spitälern. Von ihnen benötigten 31 intensivmedizinische Versorgung - vier Mal so wenige wie heuer.

Wieder am Steigen ist auch die Zahl der Covid-Toten. In Wien wurde am Dienstag zwar eine Datenkorrektur vorgenommen und ein minus von 17 Toten gemeldet. In den anderen Bundesländern kamen aber sieben Menschen, die an den Folgen einer Infektion gestorben sind, hinzu. Mehr Tote binnen 24 Stunden hatte es zuletzt am 23. Juni gegeben, damals waren es elf Todesopfer innerhalb eines Tages. Insgesamt hat die Covid-19-Pandemie seit Ausbruch 10.772 Tote in Österreich gefordert.

Angesichts der sich wieder verschärfenden Corona-Situation hat Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) bereits einen „konkreten Plan“ für den Herbst, wie er am Rande eines Pressetermins am Dienstag sagte. Details verriet er aber keine - diese müssten erst mit dem Koalitionspartner abgestimmt werden, meinte der zuständige Gesundheitsminister. Mit der aktuellen Impfrate zeigte er sich „nicht zufrieden“. Daher seien weitere niederschwellige Impfangebote geplant.

Die Corona-Schutzimpfungen helfen gegen einen schweren Krankheitsverlauf. Doch wie die Zahlen belegen, nimmt die Bereitschaft dafür in der Bevölkerung immer weiter ab. Nur 7.965 Impfungen sind am Montag durchgeführt worden. Insgesamt haben laut den Daten des E-Impfpasses 5.495.287 Menschen bereits zumindest eine Teilimpfung erhalten: Das sind 61,5 Prozent der Bevölkerung. Exakt 5.196.075 und somit 58,2 Prozent der Österreicher sind bereits voll immunisiert.

Am höchsten ist die Erst-Durchimpfungsrate im Burgenland mit 68,6 Prozent. In Niederösterreich sind 64,3 Prozent der Bevölkerung zumindest einmal geimpft, in der Steiermark 61,6 Prozent. Nach Tirol (60,6), Wien (60,1), Vorarlberg (59,5), Kärnten (58) und Salzburg (57,9) bildet Oberösterreich das Schlusslicht mit einer Erst-Durchimpfungsrate von 56,9 Prozent.

Seit Pandemiebeginn hat es in Österreich bereits 662.330 positive Testergebnisse gegeben. Als genesen gelten mittlerweile 662.330 Menschen. In den vergangenen 24 Stunden wurden mit 281 die meisten Neuinfektionen in Oberösterreich verzeichnet. In Wien kamen 275 neue Fälle hinzu, in Niederösterreich 205, in Salzburg 151 und in der Steiermark 116. Weniger als 100 waren es in den restlichen Bundesländern. Tirol meldete 74 Neuinfektionen, Vorarlberg 48, Kärnten 42 und das Burgenland 37.

Insgesamt wurden in den vergangenen 24 Stunden 437.625 PCR- und Antigenschnell-Tests eingemeldet. Davon waren 122.109 aussagekräftige PCR-Tests, davon fiel genau ein Prozent positiv aus.


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