Britische Behörde beschlagnahmt Alpaka „Geronimo“

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Das angeblich tödlich erkrankte Alpaka „Geronimo“ ist in England vom Agrarministerium beschlagnahmt worden. Ein gutes Dutzend Polizisten schirmte am Dienstag mehrere Mitarbeiter des Ministeriums gegen Demonstranten ab, wie die Zeitung „The Sun“ berichtete. Dabei sei eine Frau festgenommen worden, die mit einer Wasserpistole einen Beamten angespritzt habe. Wie die „Sun“ schrieb, sollte das Tier noch am Dienstag getötet werden.

„Geronimo“ ist laut Testergebnissen an der ansteckenden Rindertuberkulose erkrankt. Seine Besitzerin ist aber davon überzeugt, dass das Tier gesund ist, und verlangt einen weiteren Test. Ein Gericht hatte in dem Streit gegen „Geronimo“geurteilt und dem Ministerium eine Frist bis zum 4. September gesetzt, das Tier einzuschläfern. Da sich sowohl die Besitzerin als auch ihr Tierarzt weigerten, dem Beschluss nachzukommen, rückte nun die Polizei an.

Der Streit hatte Großbritannien tagelang beschäftigt und selbst die Familie von Premierminister Boris Johnson erreicht. Dessen Vater Stanley Johnson hatte sich auf die Seite des Alpakas geschlagen. Fast 150.000 Menschen forderten in einer Petition, „Geronimo“ zu retten. Die Regierung aber blieb hart. Rindertuberkulose ist ein ernsthaftes Problem für britische Landwirte.


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