Heißer Wahlkampfstart der NEOS auf Linzer Hauptplatz

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Zu Queens „Don‘t stop me now“ sind Mittwochnachmittag NEOS-Spitzenkandidat Landessprecher Felix Eypeltauer mit pinker Sonnenbrille und Bundesparteichefin Beate Meinl-Reisinger in pinken Sneakers auf dem Linzer Hauptplatz aufmarschiert, um in den Intensivwahlkampf für die OÖ-Wahl am 26. September zu starten. 18 Tage davor hieß es, dem Team einzuheizen, um den erstmaligen Einzug in das oö. Landesparlament zu schaffen. Zumindest die Sonne tat dies den gut 100 gekommenen Pinken.

Auch Meinl-Reisinger kam angesichts der Temperaturen „ordentlich ins Schwitzen“, wie sie zugab. Vor ihrem Auftritt in Linz hatte sie einen mittelständischen Betrieb in Oberösterreich besucht. Die Bereitschaft, immer wieder alles zu hinterfragen, wie die Tochter, die den Familienbetrieb übernommen habe, es tue, zeichne auch Eypeltauer aus, streute sie dem 29-Jährigen Rosen. Daher stellte sich für sie nur eine Frage: Wird der Erfolg der Pinken am 26. September „sehr groß oder überragend“ sein? Es sei doch „schön, dass wir Felix haben“, meinte die Parteichefin in Anspielung an ein Wahlkampfplakat von LH Thomas Stelzer (ÖVP) mit dem Spruch: „Gut, dass wir ihn haben.“

Aus dem Schatten heraus trat dann Eypeltauer auf die Bühne um klarzumachen: „Gib deiner Stimme einen Sinn und wähle pink“, denn die anderen Parteien hätten vergessen, wofür sie gewählt worden seien: „Für das Wohl der Bürger.“ Daran werden „wir sie sechs Jahre lang jeden Tag erinnern“, stellte er für die kommende Legislaturperiode in Aussicht. Er stehe für eine „Politik einer neuen Generation“ - ohne „Bla bla“, dafür mit „Lösungen“ und „Anstand“, zitierte er die Schlagwörter der Plakatkampagne.

Thematisch stehen im Zentrum eine „qualitativ hochwertige und flexible Kinderbetreuung und Bildung“ sowie „zukunftsfitte Ideen für unsere Wirtschaft“ und gegen den Fachkräftemangel.

2015 waren die Pinken noch mit 3,5 Prozent relativ klar an der Vier-Prozent-Hürde gescheitert. Aktuell sehen Meinungsforscher die NEOS an dieser Grenze. Doch Eypeltauer will sechs Prozent und drei Landtagsmandate. Daher wirbt er für seine Partei als einzig freie Opposition, da sie in der Proporzregierung ohne Regierungssitz wäre. Für einen solchen sind rund zehn Prozent nötig.


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