Kiesenhofer im EM-Zeitfahren Siebente

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Olympiasiegerin Anna Kiesenhofer hat bei den Radsport-Europameisterschaften im Zeitfahren Rang sieben belegt. Die Goldmedaillengewinnerin des Straßenrennens von Tokio war am Donnerstag in Trento über 22,4 km knapp zwei Minuten langsamer als Siegerin Marlen Reusser aus der Schweiz. Auf Bronze fehlte der Niederösterreicherin fast eine Minute. Im Straßenrennen am Samstag ist sie nicht am Start. Den Titel bei den Herren holte sich Reussers Landsmann Stefan Küng.

„Ich kann schwer beschreiben, wie sich das jetzt anfühlt. Das Ergebnis ist so ein Mischding, da der Olympiasieg ja nicht zu toppen ist heuer“, meinte Kiesenhofer nach ihrem ersten Rennen seit Ende Juli. Im Vorjahr war sie im Kampf gegen die Uhr EM-Elfte geworden, 2019 hatte sie Platz fünf belegt. Mit einem neuerlichen Spitzenplatz hatte sie aufgrund der vielen Termine nach ihrer Olympiasensation eigentlich nicht gerechnet.

Auch deshalb sei das gute Abschneiden ermutigend für die nächsten Jahre, sich wieder verstärkt auf Zeitfahren zu konzentrieren. Dabei komme dem Material besondere Bedeutung zu. „Ich bin eigentlich eine Tüftlerin was das Bike-Setup im Zeitfahren angeht, aber der aktuelle Stand ist halt noch von 2019“, so die 30-Jährige.

EM-Gold ging an Reusser, die sich vor der Niederländerin Ellen van Dijk und der Deutschen Lisa Brennauer durchsetzte. Reusser gewann nach Silber bei der WM 2020 und im Olympia-Zeitfahren 19 Sekunden vor Van Dijk. Die Niederländerin fuhr in Abwesenheit von Landsfrau und Titelverteidigerin Anna van der Breggen wie vor einem Jahr zum Vize-Europameistertitel. Bronze ging bereits mehr als eine Minute zurück an Brennauer. Kiesenhofers Landsfrau Gabriela Erharter wurde bei ihrem EM-Debüt unter 33 Teilnehmerinnen 24.

Im Zeitfahren der Männer belegte Felix Ritzinger unter 39 Startern Platz 20. Der 24-Jährige wies im Ziel 2:12 Minuten Rückstand auf Küng auf, der seinen EM-Titel verteidigte. Der Eidgenosse verwies den italienischen Weltmeister Filippo Ganna um acht Sekunden auf Rang zwei, Bronze holte der Belgier Remco Evenepoel (+15 Sekunden). Der zweimalige Tour-de-France-Sieger Tadej Pogacar aus Slowenien enttäuschte und landete mit 1:21 Minuten Rückstand nur auf Rang zwölf.


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