Venezuelas Ex-Geheimdienstchef in Madrid verhaftet

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Der von den USA des Drogenschmuggels beschuldigte frühere Chef des Militärgeheimdienstes Venezuelas, Hugo Carvajal, ist in Madrid verhaftet worden. Der 61-Jährige, nach dem seit 2019 gefahndet worden war, sei am Donnerstagabend von der spanischen Polizei in einer Wohnung in Madrid in einer gemeinsamen Aktion mit der US-Drogenbehörde DEA aufgespürt worden, teilte die Polizei auf Twitter mit. Damit wurde Carvajal bereits zum zweiten Mal in Spanien verhaftet.

Anfang 2019 hatte Carvajal weltweit für Aufsehen gesorgt, als er im venezolanischen Machtkampf überraschend die Fronten gewechselt und in Videos auf Twitter dem selbst ernannten Interimspräsidenten Juan Guaidó seine Unterstützung zugesagt hatte. Dem linksnationalistischen Präsidenten Nicolás Maduro warf er vor, für die Krise in dem südamerikanischen Land verantwortlich sein.

Im März 2019 war er dann mit falschen Papieren nach Spanien eingereist und im darauffolgenden April in Madrid verhaftet worden. Zur Begründung hieß es, Carvajal werde von der US-Justiz wegen schwerer Vergehen gesucht und es bestehe Fluchtgefahr.

Damals hatte ein Gericht die Auslieferung des Venezolaners an die USA zunächst abgelehnt und Carvajal war freigelassen worden. Als kurz darauf die nächst höhere Gerichtsinstanz entschied, dass er doch ausgeliefert werden dürfe, tauchte der Geheimdienstmann unter. Er habe in einer Wohnung gelebt, die er nie verließ, sich nicht einmal am Fenster gezeigt und sei von Personen seines Vertrauens geschützt worden, teilte die spanische Polizei mit.


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