Regierungswechsel bei Parlamentswahl in Norwegen erwartet

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In Norwegen hat die Parlamentswahl begonnen, bei der die seit acht Jahren regierende Mitte-Rechts-Regierung von Ministerpräsidentin Erna Solberg eine Niederlage fürchten muss. Jüngsten Umfragen zufolge hat der Chef der Arbeiterpartei, Jonas Gahr Störe, gute Aussichten, Solberg abzulösen - unklar ist allerdings, in welcher Regierungskonstellation dies nach dem Urnengang am Montag möglich sein könnte. Die ersten vorläufigen Wahlergebnisse werden gegen 21.00 Uhr erwartet.

Störes bevorzugte Koalitionspartner wären die Zentrumspartei und die sozialistische Linkspartei. Allerdings könnte er für die Regierungsbildung auf die Unterstützung weiterer Parteien wie den Grünen oder den Kommunisten angewiesen sein.

„Ich habe ein gutes Gefühl“, sagte der 61-jährige Millionär bei seiner Stimmabgabe am Sonntag in Oslo - in den großen norwegischen Städten hatte die Abstimmung einen Tag früher begonnen. Der ehemalige Minister in der Regierung des heutigen NATO-Generalsekretärs Jens Stoltenberg hatte seinen Wahlkampf auf den Kampf für soziale Gerechtigkeit und eine „faire“ Klimapolitik ausgerichtet.

Der Wahlausgang könnte entscheidenden Einfluss auf die Ölwirtschaft des Landes haben, die für den enormen Reichtum des Landes verantwortlich ist. Die Grünen fordern einen sofortigen Stopp der Erschließung neuer Ölfelder und einen Komplettausstieg bis 2035 - Störe lehnt ein solches Ultimatum ab. Auf den Ölsektor entfallen 14 Prozent des Bruttoinlandsprodukts und 160.000 Arbeitsplätze.

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