Papst besucht Roma-Elendssiedlung in der Slowakei

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Am dritten Tag seiner Slowakei-Reise besucht Papst Franziskus am Dienstagnachmittag eine Roma-Wohnsiedlung in der zweitgrößten Stadt Kosice (Kaschau). In der für ihre schlechten Wohn- und Lebensverhältnisse bekannten Plattenbausiedlung Lunik IX leben zwischen 5.000 und 6.000 Menschen der Roma-Volksgruppe.

Der Termin ist typisch für Franziskus‘ Agenda - ein Treffen mit Menschen, die am gesellschaftlichen Rand leben. Dass das Oberhaupt der katholischen Kirche ausgerechnet das Roma-Viertel besucht, erschreckt aber auch viele Politiker des Landes. Es sei auch ein Signal an die slowakische Amtskirche, meint der frühere Parlamentspräsident und Symbolfigur der katholischen Slowakei, Frantisek Miklosko.

Vor der Fahrt nach Lunik IX will Franziskus in Presov (Eperies) einen Gottesdienst mitfeiern. Dieser soll nach dem Byzantinischen Ritus abgehalten werden, an den sich viele katholische Ostkirchen halten. Franziskus feiert seine Messen sonst im Römischen Ritus. Am Abend steht noch eine Begegnung mit Jugendlichen im Fußballstadion des FC VSS Kosice an. Junge Menschen schließt der 84 Jahre alte Argentinier regelmäßig in seine Gebete mit ein.

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