Papst warnt vor missbräuchlicher Verwendung des Kreuzes

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Am dritten Tag seiner Slowakei-Reise hat Papst Franziskus davor gewarnt, das Kreuz als christliches Symbol für politische Zwecke zu missbrauchen. „Wir dürfen das Kreuz nicht auf einen Andachtsgegenstand reduzieren, geschweige denn auf ein politisches Symbol“, sagte der Pontifex am Dienstag in seiner Predigt in Presov vor einigen Zehntausend Gläubigen. Man müsse auch nach den Werten des christlichen Glaubens leben, wenn man das Kreuz als Symbol verwende, so Franziskus.

Franziskus will am Nachmittag in Kosice (Kaschau) Menschen der Roma-Volksgruppe treffen. In der Plattenbausiedlung Lunik IX, einem sozialen Brennpunkt, leben zwischen 5.000 und 6.000 Angehörige der ethnischen Minderheit. Es dürfte am Ende eine der wichtigsten Stationen der Reise des 84-Jährigen sein.

In der slowakischen Mehrheitsbevölkerung ist das nach einer Mondrakete benannte Viertel Lunik IX bekannt für desolate Wohnverhältnisse, Schmutz und soziale Not sowie die Abhängigkeit der meisten Bewohner von staatlichen Sozialleistungen. Die Häuser sind heruntergekommen, viele Familien leben auf engstem Raum. Dass sich Franziskus diesen Teil Kosices ansehen will, erstaunte viele.


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