Tote bei Anschlag auf Soldaten und Gefecht in Myanmar

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Bei einem Bombenanschlag auf einen Militärkonvoi in Myanmar und einem anschließenden Feuergefecht sind mehrere Menschen getötet worden. Gegner der Militärjunta hätten die Sicherheitskräfte am Freitag mit einer selbst gebauten Bombe in einem Vorort von Yangon angegriffen, erklärte die Militärregierung am Samstag. Bei einem anschließenden Schusswechsel seien ein Soldat und ein Angreifer verletzt und weitere der „Terroristen“ getötet worden.

Örtlichen Medienberichten zufolge wurden mindestens zwei Regierungsgegner getötet und einer festgenommen. Das Militär hatte Anfang Februar die Macht in Myanmar übernommen. Seitdem haben sich in vielen Gegenden lokale Milizen gebildet, die oft mit Jagdgewehren und selbst gebauten Waffen gegen das Militär kämpfen. Die Gefechte hatten sich lange weitgehend auf ländliche Gebiete beschränkt.

Anfang September rief eine Schattenregierung der „Nationalen Einheit“, die sich größtenteils aus Abgeordneten der Partei der vom Militär abgesetzten De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi zusammensetzt, einen „Krieg der Verteidigung des Volkes“ aus. Sie forderte Zivilisten auf, Militäreinrichtungen zu attackieren. Seitdem kommt es landesweit regelmäßig zu Angriffen auf Kommunikationsanlangen des vom Militär kontrollierten Unternehmens Mytel.

Der Konflikt hat sich auch in den Regionen Sagaing und Magway im Zentrum des südostasiatischen Landes verschärft. Vergangene Woche kam es zu Zusammenstößen mit mehreren Toten. Bewohner beschuldigten das Militär, Häuser niedergebrannt und Tausende vertrieben zu haben. „Das Militär zerstört unsere Region wegen der lokalen Widerstandskräfte“, sagte eine 25-jährige Frau aus der Gemeinde Gangaw in Magway der Nachrichtenagentur AFP.

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Auch bei Protesten gegen die Junta, die immer noch regelmäßig stattfinden, sind seit der Machtübernahme tausende Menschen getötet worden. Das Militär geht häufig mit Gewalt vor und setzt scharfe Munition gegen Demonstranten ein. Aung San Suu Kyi befindet sich im Hausarrest und wurde mit einer Reihe von strafrechtlichen Anschuldigungen überzogen.


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