„Verurteilt ihn“: Schlussplädoyer der Anklage gegen R. Kelly

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Im Missbrauchsprozess gegen R. Kelly hat die Staatsanwaltschaft die Jury deutlich zu einer Verurteilung des Ex-Superstars aufgefordert. „Über Jahrzehnte hat der Angeklagte Frauen, Mädchen und Buben für seine eigene sexuelle Befriedigung rekrutiert und gepflegt“, sagte Anwältin Elizabeth Geddes in New York. Dann habe er diese Opfer isoliert und ihnen Strafen auferlegt. „Jetzt ist es an der Zeit, dass der Angeklagte für seine Verbrechen bezahlt. Verurteilt ihn“, forderte sie.

Der Musiker sei selbst Opfer - von ausgedachten Geschichten und ausgeschmückten Erzählungen über Misshandlungen, sagte im Anschluss Kellys Anwalt Deveraux Cannick im Abschlussplädoyer der Verteidigung. Der unter anderem wegen sexueller Ausbeutung Minderjähriger, Kidnapping und Bestechung angeklagte Musiker hatte zuvor angekündigt, nicht selbst aussagen zu wollen.

Im Anschluss an die Abschlussplädoyers muss die Jury über Schuld oder Unschuld von Kelly beraten - das könnte am Freitag beginnen. Bei einer Verurteilung droht Kelly, der seit seiner Festnahme im Sommer 2019 im Gefängnis sitzt, eine Haftstrafe von zehn Jahren bis lebenslang.

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