Festnahmen nach Blockade britischer Klimaaktivisten in Dover

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Klimaaktivisten der Organisation Insulate Britain haben Freitagfrüh den Eingang des Hafens von Dover blockiert. Das bestätigte eine Sprecherin der Hafenpolizei auf Anfrage. Lastwagen und andere Fahrzeuge, die den Hafen erreichen wollten, kämen derzeit nicht durch. Die Polizei nahm 17 Beteiligte fest. Berichten zufolge bildeten sich vor dem Hafen Staus.

Die Aktivistinnen und Aktivisten von Insulate Britain hatten in den vergangenen Wochen mit ihren Aktionen bereits mehrfach für erhebliche Störungen im Verkehr gesorgt - etwa, in dem sie sich auf Spuren der Autobahn M25 klebten. „Wir müssen die Wahrheit über den akuten Horror der Klimakrise aussprechen“, sagte ein Sprecher der Organisation. Es brauche schnell große Veränderungen in notwendigem Maßstab.

Die Organisation Fridays for Future hat für diesen Freitag in mehr als 80 Ländern in der ganzen Welt zum Klimastreik aufgerufen, um von den politisch Verantwortlichen eine ambitioniertere Klimaschutzpolitik zu fordern.

In Großbritannien sind jedoch Organisationen wie Insulate Britain oder Extinction Rebellion, die auf zivilen Ungehorsam setzen, deutlich präsenter im öffentlichen Raum. Die konservative Regierung, die sich Klimaschutz als Priorität auf die Fahnen schreibt, geht mit harter Hand gegen die Protestierenden vor. Ein Richter habe eine einstweilige Verfügung gegen Insulate Britain erlassen, teilte die Regierung in dieser Woche mit. Wer sich widersetze, könne ins Gefängnis kommen.

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Insulate Britain fordert die flächendeckende Wärmeisolierung von Häusern in Großbritannien. Die jüngst stark gestiegenen Energiepreise machten eine Lösung des Problems umso dringender, betonte die Gruppe.


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