Impfskeptiker schaffen Landtagseinzug in Oberösterreich

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Die Impfskeptiker der MFG sind die Überraschung der Oberösterreich-Wahl. Sie ziehen deutlich in den Landtag ein, während die NEOS noch zittern müssen. Die ÖVP bleibt mit kleinen Gewinnen an der Spitze, die FPÖ trotz starker Einbußen vor der SPÖ. Die Grünen legen leicht zu. Die Volkspartei kann nun entweder weiter mit der FPÖ, mit der SPÖ oder vielleicht mit den Grünen koalieren.

Laut einer ersten Hochrechnung der ARGE Wahlen für die APA (16.05 Uhr) hat die ÖVP bei der Landtagswahl in Oberösterreich am Sonntag den ersten Platz verteidigt. Mit 36 bis 37 Prozent blieb sie aber bei ihrem Ergebnis von 2015. SORA für den ORF sieht die Partei, die im Wahlkampf ganz auf den Amtsinhaber-Bonus von Landeshauptmann Thomas Stelzer gesagt hat, etwas höher.

Platz zwei geht in den beiden Hochrechnungen an die FPÖ (rund 20 Prozent) vor der SPÖ (18 bis 19) und den Grünen (11-12). Die Impfskeptiker MFG („Menschen-Freiheit-Grundrechte“) ziehen mit rund sieben Prozent in den Landtag ein, die NEOS müssen um den Einzug zittern, liegen aktuell noch unter der entscheidenden Vier-Prozent-Marke.

Für die ÖVP brachte die Wahl damit gegenüber 2015 (36,37 Prozent) keine nennenswerte Änderung. Die FPÖ musste die erwarteten Einbußen von rund einem Drittel ihrer Wählerstimmen hinnehmen - 2015 votierten noch satte 30,36 Prozent für die Blauen. Die SPÖ konnte gegenüber 2015 (18,37 Prozent) nur minimal zulegen, die Grünen gegenüber den 10,32 Prozent etwas mehr.


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