Bundestagswahl in Deutschland: SPD und Union Kopf an Kopf

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Bei der Bundestagswahl in Deutschland zeichnet sich am Sonntag nach ersten Prognosen der Fernsehsender ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Christ- und Sozialdemokraten ab. Der Sender ZDF sah die SPD mit Kanzlerkandidat Olaf Scholz in Front. Nach Berechnungen der ARD lagen beide gleichauf. Mit ersten Hochrechnungen wurde im Laufe des Abends gerechnet.

Nach ersten Prognosen der Fernsehsender erlitten CDU und CSU empfindliche Verluste und erzielten ihr schlechtestes Ergebnis seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland 1949. Nach den Berechnungen von ARD und ZDF (18.00 Uhr) kam die SPD mit Kanzlerkandidat Olaf Scholz auf 25 bis 26 Prozent (2017: 20,5). Die CDU/CSU mit Spitzenmann Armin Laschet büßte rund sieben Punkte ein und landete bei 24 bis 25 Prozent (2017: 32,9). Auf dem dritten Platz rangieren die Grünen mit Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock mit 14,5 bis 15 Prozent (2017: 8,9), die ihren Stimmenanteil damit annähernd verdoppelten.

Die rechtspopulistische AfD erreichte 10 bis 11 Prozent (2017: 12,6), die FDP (Liberale) 11 bis 12 Prozent (2017: 10,7). Die Partei Die Linke kam auf 5 Prozent (2017: 9,2).

Die Prognosen basieren auf Befragungen von Wählern nach der Stimmabgabe. Die hohe Zahl der Briefwahlstimmen wurde nicht berücksichtigt. Mit ersten Hochrechnungen, die auf bereits ausgezählten Stimmen basieren, wird in Kürze gerechnet. Das vorläufige amtliche Endergebnis wird nach Mitternacht erwartet.

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil sah umgehend einen „Regierungsauftrag“. „Die SPD ist wieder da“, sagte er im ZDF. „Die SPD hat den Regierungsauftrag. Wir wollen, dass Olaf Scholz Kanzler wird.“

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak brachte unterdessen eine „Jamaika-Koalition“ ins Gespräch. „Es gibt die Möglichkeit für eine Zukunftskoalition“, sagt er in der ARD. Man könnte mit Grünen und FDP regieren. Die Union habe eine Aufholjagd gezeigt. „Das wird noch ein langer Wahlabend“, sagt er.


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