SPD gewinnt Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern

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Die regierenden Sozialdemokraten haben die Landtagswahl im nordostdeutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern laut ersten Hochrechnungen klar gewonnen.

Demnach kam die Partei von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig auf 38,2 Prozent der Stimmen, ein deutliche Zuwachs zur Wahl 2016 (30,6 Prozent). Die mitregierenden Christdemokraten fielen auf 14,2 Prozent (2016: 19,0) zurück. Die rechtspopulistische AfD kam als zweitstärkste Kraft auf 17,8 Prozent (2016: 20,8).

Die Linke erzielte 9,9 Prozent (2016: 13,2), die Grünen 5,9 Prozent (2016: 4,8) und die FDP 6,0 Prozent (2016: 3,0). Schwesig könnte damit die bisherige schwarz-rote Koalition fortsetzen. Die Landtagswahl fand zeitgleich zur Bundestagswahl statt.

Das starke SPD-Ergebnis dürfte auch auf die Popularität Schwesigs zurückgehen, eine von nur zwei weiblichen Regierungschefs in den 16 deutschen Bundesländern. Die 47-jährige zweifache Mutter hatte das Amt 2017 während der vergangenen Wahlperiode von ihrem Parteifreund Erwin Sellering übernommen, der sich wegen einer Krebserkrankung zurückzog. Von 2008 bis 2013 war Schwesig im Nordosten bereits Landesministerin, anschießend bis 2017 Bundesfamilienministerin. Ihr mutiger Kampf gegen eine eigene Krebserkrankung dürfte Schwesigs Popularität noch gesteigert haben.

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Mecklenburg-Vorpommern ist trotz Ostseetourismus eines der ärmsten deutschen Bundesländer. Mit nur 1,6 Millionen Einwohnern auf gut 23 000 Quadratkilometern Fläche ist es sehr dünn besiedelt.

Bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl liegen SPD und Grüne dagegen rund zwei Stunden nach Schließung der Wahllokale weiterhin eng beieinander. Eine zweite Hochrechnung der ARD von 20.00 Uhr am Sonntagabend sah die Grünen mit ihrer Spitzenkandidatin Bettina Jarasch mit 22,9 Prozent vor der SPD. Eine ZDF-Hochrechnung von 20.10 Uhr sah hingegen die SPD mit 22,8 Prozent vorn.

In der ARD-Hochrechnung landete die SPD mit Spitzenkandidatin Franziska Giffey bei 22,3 Prozent. Die CDU erreichte mit 15,4 Prozent den dritten Platz, während die Linkspartei mit 13,6 Prozent die viertstärkste Kraft wäre. Die FDP lag bei 7,6 Prozent und die AfD bei 6,8 Prozent.

Laut ZDF-Hochrechnung kommen die Grünen auf 22,2 Prozent und damit auf den zweiten Platz hinter der SPD. Die CDU erreichte 16,7 Prozent und die Linke 14,1 Prozent. Die FDP sah die Hochrechnung bei 7,9 und die AfD bei 6,6 Prozent. Wie bisherwären damit im Abgeordnetenhaus sechs Parteien vertreten.


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