Ex-ÖVP-EU-Abg. Seeber wegen Betrugs-Vorwürfen vor Gericht

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Der ehemalige ÖVP-EU-Abg. Richard Seeber muss sich ab heute, Montag, vor dem Innsbrucker Landesgericht verantworten. Ihm wird schwerer Betrug vorgeworfen. Der 59-Jährige soll zwischen 2006 und 2010 Scheinrechnungen eines externen Beraters vorgelegt haben, der ihn bei seiner Arbeit als Abgeordneter unterstützt haben soll. Leistungen sollen allerdings keine erbracht worden sein. Auch der Berater - ein 65-jähriger Rumäne - steht heute vor dem Schöffengericht.

Dem Rumänen wird schwerer gewerbsmäßiger Betrug zur Last gelegt. Ihm und Seeber drohen im Falle einer Verurteilung ein bis zehn Jahre Haft. Die Schadenshöhe soll bei rund 400.000 Euro liegen. Die EU-Gelder sollen direkt auf das Konto des Beraters und dessen Tochter überwiesen worden sein. Seeber bestritt die Vorwürfe bisher stets vehement, denn er habe keinerlei Regeln gebrochen. Alles sei seinerzeit vom Parlament genehmigt worden. Der zweite Verhandlungstermin wurde für den 20. Oktober angesetzt. Aufgrund eines Corona-Falles im Umfeld Seebers in Brüssel war der Prozessauftakt - der bereits vergangenen Montag über die Bühne hätte gehen sollen - um eine Woche verschoben worden.


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