Team Europa gewinnt auch vierte Laver-Cup-Auflage

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Das favorisierte Team Europa hat auch die vierte Auflage des Laver Cups im Tennis gewonnen. Andrej Rublew/Alexander Zverev stellten am Sonntag mit einem 6:2,6:7(4),10:3-Erfolg über das für das Team Welt nominierte Duo Reilly Opelka (USA) und Denis Shapovalov (CAN) auf 14:1. Die Gäste können damit in Boston nicht mehr eingeholt werden. Damit bleibt die Trophäe in Händen der Europäer, die seit 2017 immer gewonnen haben. 2022 wird der Team-Wettkampf in London ausgetragen.

Am Samstag hatten die Europäer alle vier Matches für sich entschieden. Olympiasieger Alexander Zverev gewann sein Einzel gegen den US-Amerikaner John Isner mit 7:6(5),6:7(6),10:5. Zuvor hatte der Grieche Stefanos Tsitsipas den Australier Nick Kyrgios mit 6:3,6:4 bezwungen.

In der Abend-Session fegte US-Open-Sieger Daniil Medwedew aus Russland Shapovalov in 75 Minuten mit 6:4,6:0 vom Platz. Zum Abschluss des Tages bauten dann Tsitsipas und Rublew die Führung ihres Teams mit einem 6:7(8),6:3,10:4 gegen Isner und Kyrgios weiter aus. Die einzige Niederlage bis zum Sieg hatten die Europäer am Auftakttag kassiert, Zverev verlor mit Matteo Berrettini aus Italien im Doppel gegen Isner und Shapovalov.

„14:1 klingt viel klarer als es war. Wir mussten hart kämpfen für diesen Sieg, die Gruppe war großartig“, sagte der 24-jährige Zverev. „Um ehrlich zu sein, ich kann es kaum erwarten bis zum nächsten Jahr in London.“ Das entscheidende Doppel war nur im zweiten Satz umkämpft, während ansonsten die gemeinsamen Erfahrungen von Zverev und Rublew den Ausschlag gaben. „Wir kennen uns schon sehr lange. Wir haben schon Doppel zusammengespielt, als wir zwölf Jahre alt waren, damals haben wir viel mehr gestritten“, berichtete der Hamburger.

Beim Laver Cup bestehen beide Teams jeweils aus sechs Profis und einem Ersatzmann. Am Freitag war ein Sieg in den drei Einzeln und einem Doppel einen Punkt wert, am Samstag gab es zwei Zähler pro Partie und am Sonntag drei.

Mit Roger Federer, Rafael Nadal und Novak Djokovic fehlten in diesem Jahr die drei langjährigen Superstars der Branche wegen Verletzungen oder Erschöpfung. Ebenso war auch Dominic Thiem für den geplanten Trip ausgefallen. 2020 war der Bewerb wegen der Pandemie nicht ausgetragen worden.


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