Mehr als 20 Verletzte nach Explosion in Göteborg

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In der schwedischen Großstadt Göteborg hat es eine größere Explosion mit vier Schwerverletzten gegeben. Die Detonation ereignete sich nach Angaben der Polizei Dienstagfrüh in einem Mehrfamilienhaus im Stadtteil Annedal. Im Anschluss soll es zu einem Brand gekommen sein. Hunderte Menschen seien evakuiert worden, einige auch aus den Fenstern des Gebäudes gesprungen, sagte der Einsatzleiter der Rettungskräfte demnach.

Bei den Schwerverletzten handelt es sich um drei Frauen und einen Mann, teilte ein Sprecher des Sahlgrenska-Universitätsklinikums am Dienstag mit. Insgesamt seien mindestens 16 Verletzte zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht worden. Der Radiosender SR hatte zuvor von etwa 25 Menschen gesprochen. Die Feuerwehr evakuierte das Gebäude und die nähere Umgebung im Stadtzentrum, einige Menschen rettete sie mit Leitern aus dem qualmenden Gebäude, in dem mehrere Wohnungen und Treppenhäuser den Angaben nach betroffen waren. Mehrere Hundert Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Die Ursache für die Explosion am Morgen war zunächst unklar. Ein Gasleck als Grund schlossen die Rettungsdienste jedoch aus. Die Polizei leitete eine Untersuchung ein.

Der Brand sei noch nicht unter Kontrolle. Eine Reporterin des Rundfunksenders SVT berichtete an Ort und Stelle, dass auch mehr als drei Stunden nach der Explosion kräftiger Rauch aus dem Haus komme.

In Schweden kam es in den vergangenen Jahren jedoch immer wieder zu vorsätzlich herbeigeführten Detonationen, deren Hintergründe im Banden-Milieu liegen. Dabei werden aber nur selten Menschen verletzt.


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