Italiens Coronapolitik bei Kommunalwahlen auf dem Prüfstand

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Rund zwölf Millionen Italiener sind am Sonntag und Montag zu den Kommunalwahlen aufgerufen. Dabei werden unter anderem in den großen Städten Rom, Mailand, Neapel, Turin und Bologna die Bürgermeister und Stadträte neu bestimmt. Die Wahl gilt auch als wichtiger politischer Stimmungstests im Land. Die in der Regierung vertretenen Parteien hoffen auf Zuspruch zu ihrer Corona-Politik mit weitreichenden Beschränkungen, zugleich aber auch hohen Impf- und niedrigen Infektionszahlen.

Die Partei Fratelli d‘Italia als Oppositionsführerin dagegen will jene Wähler gewinnen, denen etwa die Einführung des „Grünen Passes“ als Nachweis von Impfung, Genesung oder negativem Test in allen Bereichen der Arbeitswelt zu weit geht. Zudem könnte die Partei der populären Giorgia Meloni neue stärkste Mitte-Rechts-Kraft werden und die Lega des früheren Innenministers Matteo Salvini überholen. In der Hauptstadt Rom muss Bürgermeisterin Virginia Raggi von der Fünf-Sterne-Bewegung um ihren Posten zittern.

Die Wahllokale in den 1.192 Gemeinden sind am Sonntag von 7.00 bis 23.00 Uhr und am Montag von 7.00 bis 15.00 Uhr geöffnet. Sollte ein Bürgermeisterkandidat keine absolute Mehrheit erringen, kommt es am 17. und 18. Oktober zu Stichwahlen.


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